Die US-Senatsdemokraten bereiten Gespräche über ein langersehntes Gesetz zur Regulierung des Kryptomarkts vor, was ein neues Bemühen signalisiert, Unsicherheit über digitale Vermögenswerte zu reduzieren. Dieses geschlossene Treffen ist das erste formelle Engagement der Demokraten seit der Verzögerung der Vorlage im vergangenen Monat. Journalistin Eleanor Terrett berichtet, dass Hoffnungen wachsen, dass Fortschritte nach Wochen der Verzögerung wieder einsetzen könnten.
CLARITY Act im Fokus
Im Mittelpunkt steht der CLARITY Act, der einen klaren Rahmen für die Regulierung digitaler Vermögenswerte in den USA schaffen soll. Ein zentraler Punkt des Gesetzes ist die Definition der Rollen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), eine Frage, die seit langem Regulatoren, Abgeordnete und Branchenteilnehmer trennt.
Obwohl einige Teile des Gesetzes bereits durch Ausschüsse gegangen sind, verlangsamen weiterhin Streitigkeiten über den Regulierungsrahmen, Durchsetzungsbefugnisse und Compliance-Regeln den Fortschritt. Die erneuten Gespräche der Demokraten gelten als notwendiger Schritt, um diese Themen zu klären. Nach Berichten über Druck aus dem Weißen Haus, das Abgeordnete und Branchengruppen aufforderte, Streitigkeiten bis Ende Februar zu beilegen, hat sich die Dynamik erhöht.
Arizona plant XRP als Reservemittel
In einer parallelen politischen Entwicklung führt der US-Bundesstaat Arizona ein neues legislatives Konzept ein, das XRP erstmals offizielle Anerkennung verleihen könnte. Der vorgeschlagene Senate Bill 1649 zielt darauf ab, einen ‘Digital Assets Strategic Reserve Fund’ einzurichten, einen staatlich verwalteten Fonds für digitale Vermögenswerte. Dieses Vorhaben fällt mit einem Anstieg der Nutzung des XRP-Ledgers zusammen, der sich in einem Anstieg der täglichen Transaktionen und Aktivitäten großer Tokenhalter zeigt.
Netzwerkaktivität erreicht Rekordhöhen
Das XRP-Ledger weist starke fundamentale Nutzungsmetriken auf, unabhängig von Marktspekulationen. Die täglichen erfolgreichen Transaktionen sind um etwa 40 % gestiegen. Das Netzwerk verarbeitet derzeit rund 2,5 Millionen Transaktionen pro Tag, was einen erheblichen Anstieg gegenüber dem Durchschnitt von 1,5 Millionen im vierten Quartal 2025 darstellt. Diese höhere Last wird ohne Einbußen in der Netzwerkleistung bewältigt.
Ein weiteres Indiz für die zunehmende Nutzung ist die Aktivität großer Tokenhalter, sogenannte ‘Whales’. Der 30-Tage-Durchschnitt für große Tokenübertragungen auf die Binance-Börse beträgt etwa 2,54 Milliarden XRP. Tägliche Einzahlungen von diesen Großinvestoren liegen nahe 50 Millionen Token, was der höchsten kontinuierlichen Rate seit Dezember 2025 entspricht. Solche Bewegungen können auf strategische Portfoliounterstellungen, Liquiditätsbereitstellung oder Absicherungsaktivitäten großer Investoren hindeuten.
Weitere Anzeichen für institutionelles Interesse sind die Nettoeinflüsse von drei Millionen US-Dollar, die der Bitwise XRP ETF am 24. Februar verzeichnete.
Senat kämpft mit Frist
Das Schicksal des US-Gesetzes zur Kryptomarktstruktur, bekannt als CLARITY Act, hängt im Zuge der Fristverzögerungen im Senat. Das Gesetz, das im Juli 2025 mit Unterstützung beider Parteien den Repräsentantenhaus-Abstimmung durchging, hat noch immer keine zentrale Prozedur abgeschlossen. Da kein Datum für eine Prüfung durch den Senatsbankenausschuss festgelegt ist, wachsen Sorgen, dass das Gesetz ins Stocken geraten könnte.
Senator Tim Scott (Republikaner) warnte, ohne Abstimmung könne das Gesetz nicht weitergehen. ‘Keine Abstimmung bedeutet keine Zustimmung durch den Ausschuss, und keine Zustimmung durch den Ausschuss bedeutet keine Abstimmung im Senatssaal,’ sagte er. Ungeklärte Punkte verlangsamen den Fortschritt. Abgeordnete verhandeln weiterhin über mehrere Streitthemen, darunter Regeln für Stablecoins, Schutz für Entwickler dezentraler Finanzdienstleistungen (DeFi) und breitere politische Übereinstimmung im Senat.
Weitere Verzögerungen entstanden laut Personen, die mit den Gesprächen vertraut sind, durch neue Bedenken von Strafverfolgungsbehörden hinsichtlich DeFi-bezogener Bestimmungen. Der Fristdruck steigt. Zeit wird zur größten Herausforderung, nicht der politische Rückhalt. Abgeordnete stehen vor einer informellen Frist Ende Mai, danach wird das parlamentarische Kalender auf Wahlen priorisiert.
Der Senat fördert ein Finanzierungsgesetz, während die Kryptogesetzgebung auf Hindernisse stößt. Senator Bernie Moreno sagte, das Gesetz könnte in den Hintergrund geraten, wenn es nicht bald auf den Senatssaal kommt. Senatorin Cynthia Lummis warnte, dass Verzögerungen sich weiter hinziehen könnten, wenn der Schwung verlorengeht. CLARITY Act Polymarket-Prognose. Erwartungen zum Gesetz ändern sich bereits. Auf der Prognoseplattform Polymarket hat sich die wahrgenommene Wahrscheinlichkeit, dass das Gesetz in diesem Jahr verabschiedet wird, in den letzten Wochen verringert, was wachsende Unsicherheit widerspiegelt.
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