Elon Musks SpaceX meldete geringere Verluste als erwartet im zweiten Quartal, teilte das Unternehmen mit — Analysten hatten einen Verlust von 0,23 Dollar je Aktie erwartet, was deutlich niedriger ausfiel als der Verlust von 1,19 Dollar je Aktie im ersten Quartal. Der Umsatz soll auf 6,88 Milliarden Dollar steigen, von 4,69 Milliarden Dollar im vorangegangenen Quartal, meldete es.tradingview.com.

Debatte um Bewertung trotz starkem Interesse der Anleger

Das Unternehmen hat kürzlich eine historische Börsenpremiere (IPO) abgeschlossen und dabei rund 75 Milliarden Dollar eingesammelt. Dies war der größte Börsengang der Geschichte, meldete Korea IT Times. Trotz des starken Anlegerinteresses bleibt die Frage, ob die Bewertung auf realistischen Geschäftsgrundlagen oder übermäßig optimistischen Wachstumserwartungen basiert. SpaceX hat derzeit eine Bewertung von rund 1,4 Billionen Dollar, nachdem sie zeitweise 3 Billionen Dollar erreicht hatte, meldete es.tradingview.com.

Das Unternehmen erzielte im vergangenen Jahr etwa 18,7 Milliarden Dollar Umsatz, meldete jedoch einen Nettogewinn von minus 4,9 Milliarden Dollar, meldete Korea IT Times. Bei der Bewertung von SpaceX liegt das Kurs-Umsatz-Verhältnis bei über 90, was viele Analysten als äußerst aggressiv betrachten. Einige Marktbetrachter argumentieren, dass die Bewertung einen außergewöhnlichen Aufschlag für zukünftige Chancen einbezieht, die sich erst in Jahren realisieren könnten.

Starlink treibt Wachstum bei breiteren Ambitionen

Starlink bleibt ein zentraler Wachstumstreiber für SpaceX. Der Satelliten-Internet-Zweig erzielte im ersten Quartal rund 3,3 Milliarden Dollar Umsatz und verzeichnete Ende des Quartals 10,3 Millionen Abonnenten, mehr als das Doppelte der fünf Millionen, die ein Jahr zuvor gemeldet wurden, meldete es.tradingview.com. SpaceX gliedert sich in drei Geschäftsbereiche: Space, Connectivity und AI. Space umfasst den Falcon-Startdienst und die Starship-Entwicklung, Connectivity enthält Starlink. AI repräsentiert hauptsächlich xAI, das sich im Februar mit SpaceX fusionierte.

Trotz dieser Fortschritte hat der Aktienkurs des Unternehmens seit seinem Juni-Hoch mehr als 50 Prozent verloren, was Fragen aufwirft, ob der Kursverfall für Anleger eine attraktive Einstiegschance darstellt oder lediglich einen frühen Volatilitätszyklus abschließt, meldete es.tradingview.com. Der Aktienkurs liegt nun deutlich unter dem Börsenstartniveau, und Anleger müssen jetzt entscheiden, ob der jüngste Rückgang Gelegenheit oder Risiko darstellt.

AI-Börsengänger belasten den Markt

SpaceX ist nicht das einzige Unternehmen, das das Anlegerinteresse an AI-Unternehmen testet. Eine Welle von AI-spezifischen Börsengängen könnte bald zeigen, ob Anleger genügend Kapital und Geduld haben, um den Ansturm zu bewältigen, meldete es.tradingview.com. Potenzielle Börsengänger wie SpaceX, Anthropic und OpenAI könnten allein knapp 4 Billionen Dollar Marktwert zu US-Börsen hinzufügen. Alphabet plant zudem, im nächsten Quartal 85 Milliarden Dollar durch Aktienverkäufe einzusammeln, um AI-Datencenters zu finanzieren.

Fürs Erste gibt es den AI-Handel weiterhin. SpaceXs geplanter Börsengang hat angeblich mehr Bestellungen als verfügbare Aktien angezogen, während der Philadelphia Stock Exchange Semiconductor Index auf dem besten Wege zu seinem besten Jahr seit 2003 ist mit einem Kursgewinn von 74 Prozent. Das größere Risiko könnte jedoch nach dem Börsendebüt kommen. SpaceX plant, zunächst nur 4 Prozent seiner ausstehenden Aktien zu verkaufen. Daten von Goldman Sachs zeigen, dass historisch gesehen große Börsengänger mit einem Anfangsfloat unter 10 Prozent innerhalb eines Jahres auf durchschnittlich 46 Prozent steigen. Das würde bis 2027 etwa 1 Billion Dollar an neuem Aktienkapital bedeuten, noch bevor irgendeine direkte Unternehmensemission erfolgt.