NEU DELHI — Industrieanlagen in Delhi und der Nationalen Hauptstadtregion (NCR) müssen Partikelstaubemissionen aus Schornsteinen auf maximal 50 Milligramm pro Normkubikmeter reduzieren, wie eine bindende Anordnung der Kommission für Luftqualitätsmanagement in NCR und angrenzenden Gebieten vorsieht.

Die Anordnung, die am Samstag veröffentlicht wurde, gilt für 17 Kategorien von stark verunreinigenden Industrien, die vom Zentralen Umweltamt (CPCB) identifiziert wurden. Zu diesen gehören mittelgroße und große Luftverschmutzer der Kategorie Rot, Lebensmittelverarbeitungsbetriebe, Textilbetriebe mit Heizkesseln oder thermischen Flüssigkeitsheizern sowie Metallindustrien, die Öfen nutzen. Schornsteinemissionen tragen maßgeblich zum hohen PM-Gehalt in Delhi-NCR bei und fördern die Bildung sekundärer Partikel, die den Smog verschlimmern.

Beamte der Kommission erklärten, dass der Wert von 50 mg/Nm³ aus Empfehlungen des Zentralen Umweltamts stammt. Diese basieren auf einer Studie der IIT Kanpur und Beratungen eines technischen Gremiums des CPCB. Das Gremium beurteilte die Norm als technisch umsetzbar für die betroffenen Branchen.

Große und mittelgroße Industrien müssen bis August 1 die Vorgaben erfüllen. Kleinere Betriebe haben bis Oktober 1 Zeit, um die Norm zu erreichen. Anlagen, die bereits unter strengeren Grenzwerten von unter 50 mg/Nm³ arbeiten, bleiben von der Regelung ausgenommen, wie in der Pressemitteilung der Kommission angegeben wurde.

Die Regierungen der NCR-Regionen Haryana, Uttar Pradesh und Rajasthan sowie die Regierung des Nationalen Hauptstadtgebietes Delhi müssen die Vorgaben umsetzen. Die Umweltämter in diesen Regionen und das eigene Gremium in Delhi werden die Einhaltung überwachen und Öffentlichkeitskampagnen starten.

Die Kommission hat seit ihrer Gründung Emissionskontrollen vorangetrieben. Frühere Maßnahmen verpflichteten zu Wechseln auf sauberere Brennstoffe und setzten Standards für Biomassekessel und Öfen. Genehmigte Brennstofflisten leiten Betreiber von schmutzigeren Optionen ab.

Die Luftqualität in Delhi-NCR rangiert häufig unter den schlimmsten weltweit, insbesondere im Winter. Industrieemissionen verschärfen den Schadstoffgehalt durch Kraftfahrzeugabgase, Feldbrand und Staub, wodurch PM2,5-Werte weit über die sicheren Grenzen steigen. Die neue Norm könnte Emissionen von Fabriken in Wohngebieten reduzieren und damit das Gesundheitsrisiko für die Anwohner verringern.

Die Einhaltung der Vorgaben wird den Austausch von Schadstoffkontrollanlagen wie Staubfiltern und Elektrostaubabscheidern erfordern. Die Kommission erwartet umfassende Reduktionen der PM-Ausstoßmenge, was die allgemeinen Luftreinigungsbemühungen in der 22.000 Quadratkilometer großen Region unterstützen wird.

Die Durchsetzung wird intensiver, da der Luftqualitätsindex in Delhi am Wochenende um 250 herum lag – ein Wert, der für empfindliche Gruppen als ungesund gilt. Die gesetzliche Anordnung hat rechtliche Gewichtung, mit Geldstrafen und Schließungen für Verstöße.

Industriegruppen haben sich bislang nicht öffentlich zu der Maßnahme geäußert. Der Vorsitzende der Kommission, Rajendra Kumar Phanden, unterschrieb die Anordnung, die auf Richtlinien aus dem Jahr 2021 baut, die die Abgaswerte für Kessel auf 100 oder 150 mg/Nm³ je nach Brennstofftyp weiter einschränkten.

Die Überwachung wird durch kontinuierliche Emissionsmesssysteme intensiviert, die mit den Servern des CPCB verbunden sind. Die Landesämter müssen monatlich Fortschritte melden, um sicherzustellen, dass die Fristen bis August und Oktober eingehalten werden.