MANCHESTER — Die Polizei verhaftete drei Personen während einer von Britain First organisierten Anti-Migrations-Demonstration in der Innenstadt Manchesters am Donnerstag. Gegenprotestierende aus Gruppen wie Resist Britain First und Stand Up to Racism Manchester sammelten sich in Reaktion auf die Demonstration.
Die Gegenprotestierenden begannen sich nach 11 Uhr in den Piccadilly Gardens zu versammeln, wo ehemaliger Labour-Führer Jeremy Corbyn eine Rede hielt. Laut Teilnehmern rief Corbyn das Publikum dazu auf, sich gegen Spaltung zu stellen.
Bev Craig, die Leiterin der Manchester City Council, sprach ebenfalls zu den Gegenprotestierenden. Sie erklärte, Britain First sei in der Stadt unerwünscht, und appellierte an die Bewohner, sich zu einigen. „Sende eine klare Botschaft, dass Hass in unserer Stadt keinen Platz hat“, sagte Craig.
Die Greater Manchester Police gab die Vertriebsordnung für das Stadtzentrum kurz vor Beginn der Demonstration bekannt. Die Anordnung erlaubt den Beamten, Gruppen aufzulösen und Gegenstände zu sichern. Sie gilt bis 20 Uhr. Die Polizei meldete keine schweren Verletzungen, doch es gab Verhaftungen, während die Spannungen zwischen den beiden Seiten stiegen.
Britain First, eine Gruppe mit rechtsextremen Standpunkten zur Migration, organisierte die Demonstration, um was sie unkontrollierte Migration nennt, zu bekämpfen. Veranstalter berichteten, dass Hunderte an ihrem Veranstaltungsort nahe dem Gegenprotest-Ort teilnahmen. Gegenprotestierende, die in einigen Schätzungen die Hauptgruppe übertrafen, skandierten Slogans und hielten Plakate, die Toleranz förderten.
Die Polizei trennte die Gruppen mit Barrikaden und einer starken Präsenz uniformierter Beamter. Ein Sprecher der GMP sagte, die Verhaftungen ergingen wegen Ordnungswidrigkeiten, doch konkrete Details wurden nicht sofort bekannt gegeben. „Wir sind bestrebt, alle sicher zu halten, während wir das Recht auf friedliche Demonstrationen gewährleisten“, fügte der Sprecher hinzu.
Craig’s Kommentare spiegelten eine breite lokale Ablehnung der Demonstration wider. In einer Erklärung betonte sie, Manchester sei eine Stadt mit einer langen Geschichte der Vielfalt und Inklusion. Der Rat hatte sich bereits mit rechtsextremen Gruppen, die ähnliche Veranstaltungen veranstalten wollten, angelegt.
Die Piccadilly Gardens, ein beliebter öffentlicher Platz, war der Mittelpunkt des Gegenprotests. Corbys Erscheinen löste Beifall unter Unterstützern aus, die palästinensische Flaggen und Antirassismus-Banner schwenkten. Seine Rede dauerte etwa 20 Minuten und konzentrierte sich auf Solidarität gegen das, was er als wachsenden Faschismus beschrieb.
Im Laufe des Nachmittags überwachte die Polizei die Vertriebsordnung. Geschäfte in der Gegend schlossen früh, und der Verkehr stockte um Straßen wie Mosley Street und Portland Street. Augenzeugen beschrieben eine angespannte, aber beherrschte Atmosphäre, ohne Berichte über weit verbreitete Gewalt.
Die Ereignisse folgen einem Muster von gegenseitigen Demonstrationen im ganzen Vereinigten Königreich, während die Debatte über die Einwanderungspolitik heftig ist. Ähnliche Auseinandersetzungen traten letzte Woche in London und Birmingham auf. Die Greater Manchester Police sagte, sie hätten sich über Wochen auf die Demonstration vorbereitet und mehr als 100 Beamte eingesetzt.
Bis in den späten Nachmittag begannen beide Gruppen, sich zu verstreuen. Britain First postete Videos online, die ihre Teilnahmezahl zeigten, während Gegenprotestierende auf sozialen Medien über ihre starke Präsenz feierten. Die GMP bestätigte, dass die Vertriebsordnung um 20 Uhr aufgehoben wird, und meldete bis zum Druckzeitpunkt keine weiteren Vorfälle.
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