Die Trump-Regierung hat 100 Milliarden Dollar an ‘Liberation Day’-Zöllen an Unternehmen zurückerstattet, berichten BBC und The Guardian. Allerdings befinden sich fast 29 Milliarden Dollar an möglichen Erstattungen noch in Prüfung durch Handelsbehörden, und weitere 1,6 Milliarden Dollar sind aufgrund unvollständiger Bankverbindungen von Importeuren blockiert.
Supreme-Court-Entscheidung und Rechtsstreit
Die Erstattungen folgen einer wichtigen Entscheidung des Supreme Courts im Februar, bei der die Richter weitreichende Importzölle, die unter wirtschaftlichen Notstandsrechten eingeführt wurden, für rechtswidrig erklärten. Die Regierung hatte sich auf das International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) von 1977 berufen, das dem Präsidenten die Befugnis gibt, im Notfall den Handel zu regulieren. Allerdings stießen die Maßnahmen sowohl bei inländischen als auch internationalen Unternehmen auf Kritik, da die Zollsteigerungen für eingehende Sendungen plötzlich eintraten und Sorgen um steigende Verbraucherpreise auslösten.
Nach dem Urteil verklagte eine Koalition aus 25 US-Bundesstaaten die Trump-Regierung wegen einer neuen Runde von Zöllen, die sie als rechtswidrig bezeichnen. Diese Zölle, die zwischen 10 % und 12,5 % liegen, wurden auf über 80 Länder, darunter Großbritannien, Mexiko, Kanada, Australien, Indien, China und die 27 Mitgliedstaaten der EU, verhängt. Die Staaten argumentieren, dass die Zölle nur ein Vorwand seien, um Importabgaben abzuschaffen, die vom Supreme Court gestrichen wurden, und fordern das CIT auf, die Zölle zu stoppen, sie für rechtswidrig zu erklären und Erstattungen für bereits gezahlte Abgaben zu veranlassen.
Auswirkungen auf Unternehmen und Verbraucher
Seit der Entscheidung des Supreme Courts haben bereits mehrere große US-Unternehmen beträchtliche Beträge zurückerstattet bekommen, while Amazon erhielt im zweiten Quartal etwa 600 Millionen Dollar an Erstattungen, wie Finanzchef Brian Olsavsky berichtete. Olsavsky erklärte in einer Telefonkonferenz über die Unternehmensergebnisse, dass Amazon einen Teil des Geldes an Kunden zurückerstatten werde, wo konkrete Gebühren erhoben wurden, während der Rest zur Unterstützung niedriger Ladenpreise genutzt werde.
Nach US-Zollrecht können nur Importeure, die die Zölle direkt gezahlt haben, Erstattungen beanspruchen — Verbraucherentlastungen hängen somit vollständig von den jeweiligen Unternehmen ab, though Die Gesamterstattung wird voraussichtlich weiter ansteigen, da US-Zoll weiterhin offene Anträge prüft und Importeure ihre Bankverbindungen aktualisieren.
Federal Defizit und wirtschaftliche Auswirkungen
Trotz der hohen Erstattungen ist das US-Federaldefizit in den ersten neun Monaten des Haushaltsjahres auf 1,37 Billionen Dollar angestiegen, ein Anstieg um 2 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2025. Dieser Anstieg wird auf steigende Steuereinnahmen und Zolleinnahmen zurückgeführt, Die Trump-Regierung begründet die neueste Runde von Zöllen mit Abschnitt 301 des Handelsgesetzes von 1974, der Länder mit Zwangsarbeit ins Visier nimmt. Beamte argumentieren, dass die betroffenen Länder nicht ausreichend gegen Produkte vorgegangen seien, die unter Zwangsarbeit hergestellt werden.
Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, kritisierte die Trump-Regierung und sagte, sie versuche „wieder, mit einer neuen Runde von Zöllen illegal Steuern auf Familien und Unternehmen zu erhöhen“. Die in den Rechtsstreit verstrickten Staaten argumentieren, dass die Zölle auf 59 Länder und die EU 99,4 % der US-Importe abdecken und somit eine breite Reichweite und mögliche Auswirkungen auf die US-Wirtschaft haben.
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