Der Krieg im Iran hat Ukraine auf überraschende Weise gestärkt, berichtet die BBC. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj besuchte kürzlich Saudi-Arabien, um Allianzen zu stärken und Drohnenkriegsexpertise mit Golfstaaten zu teilen. Diese Partnerschaften erwarten sich für Ukraine wirtschaftliche und militärische Vorteile.

Strategische Allianzen und Drohentechnologie

Selenskyjs Besuch im Golf betonte die militärische Expertise der Ukraine im Drohnenkrieg. Das Land hat Verträge mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar geschlossen – Staaten, die kürzlich von iranischen Drohnen und Raketen attackiert wurden, um Technologie auszutauschen und Sicherheitskooperationen zu vertiefen. „Wir möchten den Golfstaaten dabei helfen, sich zu verteidigen“, sagte Selenskyj und fügte hinzu, dass Kiew plane, diese Partnerschaften mit anderen Ländern auszubauen.

Am Anfang schien der Iran-Konflikt die Position der Ukraine zu gefährden, indem er die Aufmerksamkeit von Friedensbemühungen mit Russland ablenkte. Donald Trumps erneuerte Ausnahme für verbotene Ölverkäufe Russlands hat Moskaus Kriegsbudget zudem gestärkt. Mit mehr Ölverkäufen und höheren Preisen kann Russland seine militärischen Operationen in der Ukraine länger fortsetzen.

Ukrainische Angriffe auf russische Öl-Infrastruktur

Ukraine hat ihre Angriffe auf russische Öl-Infrastruktur ausgeweitet, darunter einen jüngsten Angriff auf eine Lukoil-Anlage in Perm, berichtet die BBC. Der Angriff löste schwarzen Rauch und Flammen aus und löste eine chemische Notfallwarnung aus, die sich später als Test erwies. Stadtoberhaupt in Perm bestätigten den Angriff, der von russischen Behörden heruntergespielt wurde. Doch die Fähigkeit ukrainischer Drohnen, tief in russisches Territorium vorzudringen, hat Bedenken ausgelöst.

Früher im Monat wurden ähnliche Angriffe in Tuapse am Schwarzen Meer berichtet, wodurch Öl ausgelaufen und Umweltschäden entstanden. Lokale Nutzer teilten Bilder von ölverschmierten Tieren und Straßen auf Telegram. Trotz Moskaus Bemühungen, die Auswirkungen zu minimieren, kündigte der Kreml an, seine Feierlichkeiten zum Siegstag militärisch zurückzustufen, da von der Ukraine ein „Terrorgefahr“ ausgehe.

Möglicher Waffenstillstand und diplomatische Schritte

Während eines 90-minütigen Telefonats mit Donald Trump stellte Wladimir Putin einen einen Tag dauernden Waffenstillstand vor, den am selben Tag eingehalten werden sollte. Dieser Schritt erfolgte, während Russland weiterhin Luftangriffe auf ukrainische Städte startete, bei denen mindestens drei Menschen getötet und 79 verletzt wurden, darunter ein Kind.

Selenskyjs diplomatisches Engagement fällt mit militärischen Erfolgen zusammen, darunter der Angriff auf einen strategischen russischen Ölleitungsanschluss in Perm. Der SBU bestätigte den Angriff und zeigte damit, dass die Ukraine zunehmend in der Lage ist, die Energieinfrastruktur Russlands zu stören. Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass der Krieg in der Ukraine zwar komplex bleibt, aber internationale Allianzen und militärische Innovationen die Dynamik des Konflikts auf unerwartete Weise verändern.