Ukraine hat den populären russischen Animationsfilm ‘Masha und der Bär’ sanktioniert, um den Kinderfilm zu verbieten. Grund seien angebliche ‘pro-russische Narrative’ und Bedrohung der ukrainischen nationalen Sicherheit, teilte Kulturministerin Tetyana Berezhna am Freitag auf X mit. ‘Ukraine hat Sanktionen gegen die Produzenten und Verbreiter des russischen Animationsfilms ‘Masha und der Bär’ verhängt’, sagte sie.
Rechtliche Maßnahmen zum Verbot
Dies schaffe rechtliche Grundlagen, um den Inhalt in der Ukraine zu sperren und internationale Plattformen zu bitten, die Verbreitung und Monetarisierung einzuschränken, fügte Berezhna hinzu. Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj unterschrieb am Donnerstag einen Erlass, der Sanktionen gegen die Ersteller und Verbreiter der Animationsreihe verhängt, darunter auch das Studio Animaccord.
Internationale Verbreitung des Films
Auf dem YouTube-Kanal allein wurden die Folgen über 37 Milliarden Mal angesehen. Einige Einzel-Episoden erreichten mehr als vier Milliarden Aufrufe. Der Film wird in etwa 100 Ländern ausgestrahlt. Die Serie folgt der verschmitzten kleinen Masha und ihrem Freund, einem pensionierten Zirkusbären. Doch der Film stößt in der Ukraine und ihren Verbündeten wie Großbritannien und Estland auf Kritik, da er als Instrument der russischen Soft-Power gelte.
Im Juni protestierte die Ukraine gegen den Kauf der Rechte an neuen Staffeln von ‘Masha und der Bär’ durch Netflix. Laut der Zeitung Ukrainska Pravda belegte der ukrainische YouTube-Kanal für ‘Masha und der Bär’ im August vergangenen Jahres die Spitzenposition der beliebtesten Kinderkanäle im Land. Der Kanal hat derzeit über 18 Millionen Abonnenten.
Reaktion aus Russland
Die Sanktionen folgen auf den andauernden russischen Einfall in die Ukraine, der 2022 begann. Aufgrund fortlaufender Boykotte und offizieller Beschränkungen durch ukrainische Verbündete sind russische Kulturprodukte in der Ukraine weniger verbreitet geworden. ‘Russische Propaganda hat keinen Platz auf Kinderschirmen’, schrieb Ministerin Berezhna auf X. Russland wies die Vorwürfe zurück. Als man den Sanktionen nachfragte, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskov, die Zeichentrickreihe habe sich durch die Verbreitung ‘der feinsten menschlichen Eigenschaften’ ‘die Welt erobert’.
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