Die Schriftstellerin Kate Orson erklärt. Warum sie den beliebten christlichen Fernsehfilm „The Chosen“ boykottiert — Als ein neuer Christlicher Freund fragte: „Hast du The Chosen gesehen?“, war Orsons Antwort, dass sie es nicht getan habe, überraschend. Einige Wochen später war der gleiche Freund schockiert, dass sie den Netflix-Film nicht an ihre Familie weiterempfohlen hatte, die sich für die Bibel interessiert.
Sorgen um biblische Genauigkeit
Orsons Hauptbedenken sind, dass der Film nicht biblisch genau ist. Die Website des Films behauptet. Sie halte sich eng an die Schrift und verwende „künstlerische Freiheit, um die vielen Lücken zu füllen, in denen der Text nicht ins Detail geht“ — Orson hält diese künstlerische Freiheit manchmal für zu weitreichend.
Eines der Beispiele. Die sie nennt, ist eine Stelle im Film, in der Jesus sagt: „Bald wird es um das Herz gehen.“ Orson argumentiert, dass dies eine neue-geistliche Spiritualität widerspiegelt, die betont, dem eigenen Wunsch zu folgen und sich gut zu fühlen. Dies steht im Kontrast zu der biblischen Warnung, dass „das Herz unter allen Dingen trügerisch ist und tief verderbt“, wie es in Jeremia 17,9-10 heißt.
Weitere Zitate Jesu im Film sorgen bei Orson für Unruhe. So zum Beispiel, als Jesus sich Sorgen macht, seine Wunder vor einem großen Publikum zu vermasseln. Orson betont, dass es keine biblische Grundlage dafür gibt, dass Jesus jemals nervös oder besorgt gewesen wäre, Wunder zu vollbringen.
Vermeintlicher Einfluss der Mormonen
Einige Christen vermuten, dass „The Chosen“ einen Einfluss der Mormonen hat, da das Produktionsunternehmen von den „Latter Day Saints“ gehört. Zwar hat der Regisseur Dallas Jenkins betont, dass der Film nicht „von Mormonen produziert“ wird, doch andere glauben, dass es im Film Belege für mormonischen Einfluss gibt.
Eines solcher Beispiele ist, dass Jesus im Film sagt: „Ich bin das Gesetz Moses“, eine Phrase, die nicht in der Bibel steht. Orson verweist darauf, dass eine ähnliche Aussage im Buch Mormon vorkommt, in dem behauptet wird, Jesus habe gesagt: „Ich bin das Gesetz.“
Als relativ neue Gläubige, die zuvor der neuen Spiritualität folgte, ist Orson darauf konzentriert, zu verstehen, was biblisch ist und was nicht. Sie bevorzugt es, täglich die Bibel zu lesen und von vertrauenswürdigen Quellen zu lernen, anstatt auf möglicherweise irreführende Darstellungen in der Medienwelt zu vertrauen.
Persönlicher Fokus und Lernen
Ein weiterer Grund, warum Orson „The Chosen“ nicht schaut, ist, dass sie zu beschäftigt ist, die Bibel zu studieren und zuverlässige Quellen zu konsultieren. Sie genießt es, sich mit Apologetik zu beschäftigen, Dokumentationen zu Themen wie wissenschaftliche Beweise für Schöpfung und den Sintflutmythos anzusehen und Zeugnisse von Menschen zu betrachten, die von der neuen Spiritualität zum Christentum gewandert sind.
Orson gibt zu, dass viele engagierte Christen „The Chosen“ schauen und wahrscheinlich in der Lage sind, Fakten von Fiktion zu unterscheiden, wenn sie sich gut in der Bibel auskennen. Dennoch warnt sie davor, den Film als Lehrwerkzeug oder als Idealbild zu verwenden. Sie ist der Ansicht, dass die Bibel anfangs komplex wirken kann, aber mit Zeit und Geduld belohnend ist, da der Heilige Geist den Text erläutert.
Für neue Christen, die „The Chosen“ als Mittel nutzen möchten, um die Bibel besser zu verstehen, rät Orson, eine genaue und leicht verständliche Bibelübersetzung wie die ESV zu verwenden und sich von einem guten Lehrer beraten zu lassen. Sie ist überzeugt, dass der Heilige Geist den Worten der Bibel Leben einhaucht. Orson schließt mit einem Bibelzitat: „Bei den Menschen ist das unmöglich, aber bei Gott ist alles möglich“, aus Matthäus 19,26.
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