Mindestens drei Menschen, darunter ein Kind, wurden in der Nacht bei russischen Raketenangriffen nahe Kiew getötet, berichten Medien; Gegen Morgen trafen Raketen das Gebiet östlich der Hauptstadt. Zeugen berichteten von heftigen Explosionen. Ein Feuer brach an einem anderen Gebäude aus, und herabfallende Trümmer beschädigten Wohngebäude und Autos, teilte der regionale Militärverwalter Timur Tkachenko mit; Er fügte hinzu, drei weitere Personen seien bei den ballistischen Raketenangriffen verletzt worden. Rettungskräfte bekämpften zudem Brände an einem Gebäude und einem Kraftstofftank in Kiew, wie der Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram meldete.
Schäden und Reaktionen
Die ukrainische Katastrophenschutzbehörde teilte Fotos von brennenden Garagen, einem Betrieb und einem Gebäude in Kiew; Die Behörde betonte jedoch, dass die Zahl der Opfer noch präzisiert werde. Präsident Wolodymyr Selenskyj ist in Serbien eingetroffen, um dort erstmals seit Ausdrücken seiner Sorge über die Verteidigungsfähigkeit Ukraines gegen russische Raketenangriffe. Selenskyj verwies auf abnehmende Vorräte an Abwehrraketen und Verzögerungen bei der Lieferung von anti-ballistischen Systemen durch Partnerstaaten, was nach seinen Angaben zu „furchtbaren Opfern und Zerstörungen“ führe.
Raketenabwehr und militärische Aktionen
Selenskyj betonte, dass eine stärkere Abwehrkapazität „Leben hätte retten können“ bei den jüngsten tödlichen Angriffen; Er fügte hinzu, dass die Lieferung von Abwehrraketen durch Verbündete in diesem Jahr „deutlich zurückgegangen“ sei. Diese Äußerungen folgten auf ukrainische Angriffe auf zwei Ölraffinerien weit im Inneren Russlands sowie auf Moskau-kontrollierte Schiffe im Schwarzen Meer; Selenskyj sagte, die Angriffe seien darauf abgezielt, den Ölverkaufserlösen Russlands zu „finanzieren“ den Krieg in der Ukraine zu beenden.
Erhöhte Spannungen
Die jüngsten Vermittlungsversuche zwischen den beiden Seiten sind gescheitert, was zu einer Eskalation der Angriffe führte. In einem anderen Vorfall berichtete Russland, dass sieben Menschen getötet und 40 verletzt wurden, als ein ukrainisches Drohnenangriff einen beliebten Strand in der Nähe des Schwarzen Meeres in der Gemeinde Arkhipo-Osipovka traf. Russland wirft der Ukraine „einen gezielten Angriff auf Zivilisten“ vor. Die Ukraine hat sich bislang nicht zu dem Vorwurf geäußert. Beide Seiten bestreiten, gezielt Zivilisten anzugreifen.
Es ist unklar, was die Drohne als Ziel hatte. Einige ukrainische Telegramm-Kanäle behaupteten, sie sei aufgrund von elektronischen Störungen abgestürzt. Russische Medien zitierten mehrere Augenzeugen, die sagten, Schussgeräusche hätten vor der Explosion geklungen, was darauf hindeutet, dass Luftabwehr versucht habe, die Drohne abzuschießen. Zeugen berichteten, dass vor dem Angriff keine Sirenen ertönt seien. Ein Urlauber sagte, er habe sich unter Liegestühle geschützt und wisse nicht, wo die Explosion stattgefunden habe. Eine andere Person berichtete, sie habe vorher „Schussgeräusche, wie von einer Maschinenpistole“ gehört. Eine dritte Person sagte, das Ereignis sei vor den Augen ihrer Kinder geschehen, was zu einer „nervösen Krise“ geführt habe.
Arkhipo-Osipovka ist ein beliebter Urlaubsort für Russen aufgrund seines warmen Klimas, langer Strände und gut ausgebauter touristischer Infrastruktur. Der Vorfall hat internationale Aufmerksamkeit erregt, da er eine Reihe von ukrainischen Angriffen in Russland folgt, die zu zivilen Opfern führten. Im vergangenen Jahr hat die Ukraine Angriffe weit in das russische Hinterland durchgeführt, um Energieinfrastruktur und kommerzielle Lagerhallen anzugreifen, die nach ukrainischen Angaben militärischen Zwecken dienen. Diese Angriffe führten zu zivilen Opfern, unter anderem acht Menschen in verschiedenen russischen Städten, die am Wochenende getötet wurden.
In einem weiteren Vorfall wurde ein Lagergebäude in der Nähe der zweitgrößten russischen Stadt Sankt Petersburg von Drohnen getroffen, teilte der regionale Gouverneur Alexander Drozdenko mit. Er nannte keinen Namen des betroffenen Gebäudes.
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