Der starke ‘Bombencyclone’ Wintersturm Hernando, der am Wochenende rasch an Intensität gewonnen hat, begrub große Teile der nordöstlichen USA unter starken Schneefällen und heftigen Winden. Der Sturm, der am Sonntag und in den frühen Tagen der Woche die Region durchzog, führte zu weitreichenden Störungen, einschließlich Schulschließungen, Flugstornierungen und Stromausfällen, die mehr als 650.000 Häuser und Unternehmen betrafen.
Historische Schneefälle und Rekordwindgeschwindigkeiten
Städte wie New York, Boston und Portland standen unter Schneebewachter Warnung, als der Sturm anhaltende Schneefälle und Sturmwindschübe brachte. Küstenregionen in Massachusetts und Rhode Island meldeten Windgeschwindigkeiten von bis zu 113 km/h, wobei Montauk Point in New York Windgeschwindigkeiten von 134 km/h verzeichnete. In Central Park erreichten die Schneefälle 38 cm (15 Zoll), während der John F. Kennedy International Airport ähnliche Schneemengen meldete.
Einige Gebiete ertrugen mehr als sechs Stunden ununterbrochenen Schneefalls, wobei die Schneehöhe in Teilen von Massachusetts und Long Island, New York, über 76 cm lag. Bis zum Montagabend hatte Rhode Island Schneefälle von bis zu 96 cm gemeldet, und in Fall River, Massachusetts, fielen fast 104 cm Schnee, was einen der schwersten Stürme seit 2016 darstellt.
Der Sturm intensiviert sich rasch
Der Sturm wurde als ‘Bombencyclone’ klassifiziert, aufgrund seiner schnellen Intensivierung, ein meteorologisches Phänomen, das als ‘Bombogenese’ bekannt ist. Dies tritt auf, wenn ein mittelbreiter Sturm in 24 Stunden seinen Zentrum Druck um mindestens 24 Millibar senkt. Bei Hernando sank der Druck in weniger als 12 Stunden um etwa 40 Millibar, was auf eine explosive Entwicklung hinweist.
Die schnelle Verstärkung des Sturms wurde durch einen starken Kontrast zwischen warmem, feuchtem Luft aus dem Atlantik und kälterem Luft aus Kanada verursacht. Dieser Temperaturgradient verstärkte die Zirkulation des Sturms, was zu starken Schneefällen und erheblichen Schneemengen führte. Die leicht wärmere Luft trug auch zu schwererem, nasserem Schnee bei, was die Belastung und Auswirkung des Schneefalls auf Infrastruktur und Verkehr erhöhte.
Störungen und Todesfälle
Der Sturm verursachte Chaos in der Region, wobei mehr als 10.000 Flüge abgesagt und Schulen in mehreren Bundesstaaten geschlossen wurden. Stromausfälle betrafen über 650.000 Häuser und Unternehmen, als der Sturm in seiner Höhe war, obwohl sich die Bedingungen bis Mitte der Woche beruhigten. Leichter Schnee, Graupel und gefrorenes Regen hielten bis Donnerstag und Freitag an, was den Einfluss des Sturms verlängerte.
Zumindest zwei Tode wurden dem schweren Wetter zugeschrieben, was die Gefahren unter solchen extremen Winterbedingungen unterstreicht. Notdienste und lokale Regierungen arbeiteten daran, Straßen zu räumen und Strom zu wiederherstellen, während die Bewohner gebeten wurden, sich im Haus aufzuhalten und unnötige Reisen zu vermeiden.
Starker Regen in Australien
Während die nordöstlichen USA mit Schnee kämpften, brachte ein ungewöhnlich langsames Wettergeschehen heftigen Regen in das zentrale Australien, wodurch große Teile des Northern Territory, Südaustralien, Queensland und New South Wales überschwemmt wurden. Das System, das seit Anfang der Woche besteht, verursachte starke Regenfälle und sorgte für Bedenken hinsichtlich Überschwemmungen in bereits gesättigten Regionen.
In Nappa Merrie, südwestlich von Queensland, fielen mehr als 165 mm Regen in 24 Stunden am Mittwoch, eine außergewöhnliche Menge für eine Region, die normalerweise jährlich 100-200 mm Regen erhält. Das Wettergeschehen wird voraussichtlich bis mindestens Samstag über das Landesinnere verbleiben, was das Risiko weiterer starken Regenfälle und möglicher Überschwemmungen erhöht.
Behörden in betroffenen Gebieten haben Überschwemmungswarnungen ausgesprochen und die Bewohner gebeten, sich auf mögliche Wasserbedrohungen vorzubereiten. Die verlängerten Regenfälle haben auch Bedenken hinsichtlich landwirtschaftlicher Auswirkungen ausgelöst, wobei Landwirte die Bodenbedingungen und die Gesundheit der Ernte überwachen.
Da sich die Sturmsysteme weiterentwickeln, beobachten Meteorologen die Wettermuster genau, um aktualisierte Vorhersagen und Warnungen zu geben. In den USA wird der Fokus auf die allmähliche Schneeschmelze und die Wiederherstellung normaler Betriebsabläufe gerichtet, während in Australien der Schwerpunkt auf der Überschwemmungsvorbereitung und dem Wassermanagement liegt.
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