Westliche Verbündete haben davor gewarnt, IT-Arbeitnehmer aus Nordkorea einzustellen, da sie das Landes nukleare Waffenarsenal finanzieren. In einer gemeinsamen Erklärung, die am Freitag veröffentlicht wurde, mahnten 19 Regierungsbehörden aus neun Ländern, dass Pjöngjang auf IT-Operateure angewiesen ist, die in Nordkorea und weltweit eingesetzt werden, um unter gestohlenen Identitäten Arbeitsplätze zu sichern und so illegale Einnahmen zu generieren, die dann in das verbotene Atomwaffen- und Raketenprogramm fließen.
AI wird eingesetzt, um betrügerische IT-Arbeitskraft zu erweitern
Die Erklärung, die von den USA, Südkorea, Japan und Großbritannien unterzeichnet wurde, fügte hinzu, dass künstliche Intelligenz eingesetzt wird, um Pjöngjangs Netzwerk betrügerischer IT-Arbeiter zu erweitern. Zudem warnte die Erklärung, dass diese Arbeiter eine Spionagegefahr und Quelle für Cyberkriminalität darstellen.
Nordkorea hat sich seit langem auf sein Recht auf Atomwaffen und Raketenprogramme berufen, obwohl diese unter UN-Sicherheitsratsresolutionen verboten sind. 2023 verankerte das Land seine nukleare Stellung in der Verfassung. Angesichts einer Flut internationaler Sanktionen wird vermutet, dass Pjöngjang umfassende Cyberkriminalität, Kryptowährungsdiebstähle und Geldwäsche betreibt, um seine militärischen Ambitionen zu finanzieren.
Fernarbeit und Identitätsdiebstahl
Die Erklärung vom Freitag betonte, dass nordkoreanische IT-Arbeiter regelmäßig Fernarbeit auf Online-Freelancer- und Arbeitsplattformen annehmen, indem sie ausländische Staatsbürger vortäuschen und ihre Gehälter direkt an staatliche Behörden überweisen. Die Behörden hoben hervor, dass nordkoreanische IT-Arbeiter eine zunehmende Sicherheitsbedrohung für globale Unternehmen darstellen, indem sie Geschäftsdaten abgreifen, Kryptowährungen stehlen und sensible Informationen spionieren.
„Nordkoreanische IT-Arbeiter setzen zunehmend komplexere Methoden ein, einschließlich der Integration von KI, um ihre Identitäten zu verschleiern und ihre Tätigkeiten weltweit zu erweitern“, hieß es in der Erklärung. Die Koalition rief private Einstellungsplattformen und Arbeitgeber auf, ihre Identitätsverifikationsverfahren erheblich zu verstärken. Laut der Erklärung verlassen sich die Operateure häufig auf Überseeförderer in Nordkorea, China, Russland und Südostasien, um sogenannte „Laptop-Farmen“ zu errichten, in denen Geräte untergebracht werden, die nordkoreanische Arbeiter über VPNs ferngesteuert zugreifen, um ihre tatsächlichen Standorte zu verbergen.
Koalition fordert engere Sicherheitsmaßnahmen
Die Koalition, die auch Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande und Neuseeland umfasst, baut auf frühere Warnungen von Washington und seinen Verbündeten auf, die globale Unternehmen auffordern, ihre Identitätsverifikation und Hardware-Prüfverfahren sofort zu verschärfen. Die Warnung kommt, während Bedenken wachsen, in welchem Umfang Nordkorea Cyberkriminalität einsetzt, um Sanktionen zu umgehen und seine nuklearen Ambitionen zu finanzieren.
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