Zwei Menschen in Pennsylvania starben an Masern, wie das Gesundheitsministerium des Bundesstaates mitteilte. Es handelt sich um die ersten Todesfälle in den USA und im Bundesstaat seit 35 Jahren. Beide Personen waren nicht geimpft und lebten im Lancaster County, wo in diesem Jahr 185 Fälle gemeldet wurden. Pennsylvania bestätigte insgesamt 393 Fälle in 28 Counties. Damit hat der Bundesstaat die dritthöchste Zahl in den USA.

Masernwiederkehr und Sorgen um die öffentliche Gesundheit

Masern galten seit 2000 als in den USA ausgerottet. Doch 2026 gab es eine historische Wiederkehr mit über 2700 gemeldeten Fällen – mehr als in jedem Jahr seit 1991. Das Gesundheitsministerium Pennsylvaniens (DOH) betonte, dass sich das Virus durch die Luft verbreitet, wenn eine infizierte Person hustet oder niest. Das Virus kann bis zu zwei Stunden in der Luft oder auf Oberflächen infektiös bleiben.

Frühzeitige Symptome der Masern umfassen Fieber, Husten, Schnupfen und rote, tränenreiche Augen. Einige Tage später folgt ein Ausschlag, der am Kopf beginnt und sich nach unten ausbreitet. Das Virus kann schwerwiegende Komplikationen wie Lungenentzündung oder Hirnentzündung verursachen. Symptome können 7 bis 21 Tage nach Exposition auftreten.

Impfeffektivität und Vorbeugung

Das DOH betonte, dass die beste Schutzmaßnahme gegen Masern die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) ist, die in zwei Dosen verabreicht wird. Der MMR-Impfstoff ist zu 97 Prozent wirksam, um eine Infektion zu verhindern, und bietet Schutz vor schwerer Erkrankung im seltenen Fall einer Durchbruchserkrankung.

Laut DOH benötigen fast 20 Prozent der Menschen, die sich mit Masern infizieren, eine Hospitalisierung. Bei 1 bis 3 von 1000 Fällen kommt es zu Todesfällen. Gesundheitsministerin Dr. Debra Bogen äußerte Sorge über das geringe Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Krankheit, da Masern in der Commonwealth-Region über drei Jahrzehnte weitgehend ausgerottet waren.

„Meine tiefsten Empfindungen gelten den Angehörigen, die mit dieser unvorstellbaren Verlust tragischen Umgang haben“, sagte Bogen. „Da Masern in der Commonwealth-Region über drei Jahrzehnte weitgehend ausgerottet waren, sind die Menschen nicht vertraut mit dieser Krankheit und verstehen nicht vollständig die potenzielle Schwere der Erkrankung.“

Sorgen um Privatsphäre und öffentliche Gesundheitsbotschaften

Um die Privatsphäre der betroffenen Personen und ihrer Familien zu schützen, wird das DOH keine weiteren Details veröffentlichen, die sie persönlich identifizieren könnten. Das Ministerium rief zudem die Bevölkerung auf, sich impfen zu lassen und ärztlichen Rat zu suchen, wenn sie Symptome haben oder eine mögliche Exposition vermuten.

Obwohl Todesfälle durch Masern selten sind, gelten sie als vermeidbar. Das DOH betonte erneut, dass der MMR-Impfstoff sicher und die beste verfügbare Schutzmaßnahme ist. Es wies auch darauf hin, dass die Wiederkehr der Masern mit sinkenden Impfraten und Fehlinformationen über die Impfsicherheit zusammenhängt.