Zwei US-Bürger wurden festgenommen, nachdem einer in den Gehegebereich eines internetberühmten Affen in einem japanischen Zoo gesprungen war, während der andere das Kunststück filmte, wie Polizei mitteilte. Ein Mann gab an, ein 24-jähriger Student zu sein. Er soll am Sonntagmorgen eine Zäune umsprungen haben, um in das Gehege von Punch zu gelangen. Der andere Mann gab an, ein 27-jähriger Sänger zu sein. Beide bestreiten die Vorwürfe. Polizei teilte mit, dass keine Affen verletzt wurden. Clips des neun Monate alten Makaken, der als Punch bekannt ist, erregten im Frühjahr Millionen von Klicks, nachdem er ein Kuscheltier aufgenommen hatte, das ihm die Tierpfleger nach der Abstoßung durch seine Mutter geschenkt hatten. Auf Social-Media geteilte Videos zeigen, wie eine Person in Kostüm und mit Kuscheltier über einen Zaun springt und in das Gehege stolpert. Das Kostüm soll eine Kryptowährung bewerben. Anschließend wird die Person von einem Tierpfleger abgeführt. Die beiden Männer wurden auf Verdacht der gewaltsamen Behinderung des Geschäfts festgenommen, berichteten lokale Medien. Der Ichikawa City Zoo teilte am Montag mit, dass er eine Schadensmeldung bei der Polizei eingereicht und Maßnahmen zur Verhinderung zukünftiger Zwischenfälle eingeleitet habe. Dazu gehörten eine Erweiterung des Betrachtungsbereichs des Geheges und die Installation von Eindringverhinderungsnetzen. Der Zoo erwägten zudem einen vollständigen Fotografierungsverbot um das Affengehege und stellten Anfragen von YouTubern vorerst aus. Die Männer hätten sich nicht den Tieren genähert und seien von Zooangestellten rasch festgenommen worden, sagte ein Polizeioffizier aus Ichikawa, wie Nachrichtenagentur AFP meldete. Seitdem Punch im Januar in das gemeinsame Gehege zog, teilt der Zoo regelmäßig Social-Media-Updates über ihn, der zuerst aufgrund seiner Bindung zu seinem Kuscheltier Aufmerksamkeit erregte, das er herumschleppte und damit spielte. Der Zoo teilte zuvor mit, dass Punch zunächst Schwierigkeiten hatte, sich mit den anderen Affen anzufreunden, wobei nur das Kuscheltier und die Tierpfleger ihm Gesellschaft boten, nachdem ihn seine Mutter verstoßen hatte. Aktuelle Updates zeigen jedoch, dass er sich nun mit den anderen Makaken integriert – inklusive von Umarmungen und Fellpflege durch sie. Es gab bereits andere Vorfälle, bei denen Menschen in Zoo-Gehege eindrangen, nachdem die Tiere zu Internetstars wurden. Letzte Woche wurde ein Mann mit 300 US-Dollar (223 GBP) bestraft, weil er in das Gehege von Moo Deng, einem bedrohten Baby-Pygmäen-Pflanzenfresser, der nach viralen Bildern weltweit Aufmerksamkeit erregte, in einem Zoo in Thailand eingebrochen hatte.
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