Die Leichen zweier Wanderer, die seit 34 Jahren vermisst wurden, wurden nach dem Abschmelzen eines Gletschers in der Schweiz gefunden, teilten Polizeibehörden im Kanton Wallis mit. DNA-Analysen bestätigten, dass es sich um belgische Bergsteiger handelt, die 1992 verschwanden — Die Männer waren zu diesem Zeitpunkt 39 und 41 Jahre alt. Ihre Leichen wurden am 26. Juli 2025 auf dem Triftgletscher gefunden.
Gletscherschmelze und Klimawandel
Viele Wissenschaftler erklären den schnellen Rückgang der Gletscher in der Schweiz, die sich seit 2015 um ein Viertel verkleinert haben, mit dem Klimawandel, wie das Gletschermonitoring Glamos berichtet. Der Weissmies, in unmittelbarer Nähe der Stelle, an der die Wanderer verschwanden, ist ein beliebter Bergsteigerort im Saas-Vallée; Ein Wanderer entdeckte zunächst die Leichen, die anschließend geborgen und zur Identifizierung an ein forensisches Institut in Sitten geschickt wurden.
Dies ist nicht die erste Entdeckung, die auf Gletscherschmelze zurückgeht. Im Jahr 2023 fanden Forscher auf einem Gletscher in der Nähe des Matterhorns die Leiche eines deutschen Bergsteigers, der seit 1986 vermisst war. Der Rückgang der Gletscher hat sich weltweit seit den 1990er Jahren beschleunigt, und besonders seit 2000 noch stärker, wie das Klimaüberwachungsprogramm Copernicus der Europäischen Kommission berichtet. 2025 verzeichnete die Schweiz einen weiteren Rückgang um 3 Prozent, nach Rekordjahren der Eisverluste 2022 und 2023.
Datenbank vermisster Personen
Die Polizei Walliss unterhält eine Datenbank vermisster Personen, die bis 1925 zurückreicht, da viele Fälle auf Menschen zurückgehen, die in den Bergen oder in Flüssen und anderen Gewässern verschwanden. Die Entdeckung der beiden Wanderer bestätigt ein Muster, bei dem Gletscherschmelze bislang unzugängliche Leichen freilegt. Regionale Behörden erwarten, dass dieser Trend sich fortsetzen wird, sobald sich das Klima weiter erwärmt.
Behörden organisierten in den letzten Jahren mehrere Bergungsaktionen; die Leichen werden oft in das Krankenhaus in Sitten transportiert, um identifiziert zu werden. Dieser Prozess ist entscheidend, um Familien Klarheit zu verschaffen und historische Aufzeichnungen zu aktualisieren. Die Polizei betonte, dass der Klimawandel-bedingte Gletschrückgang wahrscheinlich zu weiteren Entdeckungen führen wird.
Weitere Klimatrends
Der Weissmies, an dem die beiden Wanderer verschwanden, ragt über 4000 Meter in die Höhe. Der Triftgletscher, an dem ihre Leichen gefunden wurden, ist einer von vielen in der Region, der vom anhaltenden Klimawandel betroffen ist. Wissenschaftler warnen seit langem, dass die Alpen besonders anfällig für Erwärmungstrends sind. Die Gletscher in der Schweiz werden sich weiterhin schneller zurückziehen, wie die Agentur Glamos weiterhin überwacht und berichtet, wodurch Daten bereitgestellt werden, die nationale und internationale Klimapolitik beeinflussen.
Behörden erwarten, dass sich der Rückgang der Gletscher fortsetzen wird, was in den nächsten Jahren zu weiteren Entdeckungen führen könnte. Während diese Entdeckungen Familien endlich Antworten liefern, zeigen sie auch die umfassenden Umweltveränderungen, die sich weltweit abzeichnen. Mit steigenden Temperaturen geben die eisigen Archive der Schweizer Alpen weiterhin ihre Geheimnisse preis und zeigen die Leichen jener, die vor Jahrzehnten der Natur zum Opfer fielen.
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