Das MV Hondius. Ein von Oceanwide Expeditions betriebenes Kreuzfahrtschiff, liegt vor den Küsten von Cabo Verde, Nach einem vermuteten Hantavirus-Ausbruch starben zwei niederländische Staatsbürger und ein Deutscher. Ein Fall wurde bestätigt, fünf weitere Fälle sind vermutet — Medizinische Teams untersuchen, wie sich das Virus auf der Reederei verbreitet hat, die am 20. März 2026 aus Argentinien abgelegt hat.

Bestätigte und vermutete Fälle

Laut der WHO wurde ein Fall von Hantavirus in Südafrika bestätigt. Ein britischer Staatsbürger wird in Johannesburg behandelt. Fünf weitere Fälle sind vermutet, darunter zwei Crewmitglieder mit Atemproblemen. Ein 70-jähriger Mann starb an Bord, seine Frau verstarb nach einem Zusammenbruch am Flughafen in einem Krankenhaus. Ein dritter Patient befindet sich weiterhin in kritischem Zustand in der Intensivstation.

Ursprung und Übertragung des Ausbruchs

Laut den US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) wird Hantavirus hauptsächlich durch Rattenurin, Kot oder Speichel übertragen. Dr. Amesh Adalja, Senior Scholar am Johns Hopkins Center for Health Security, sagte der Zeitschrift TIME Magazine, dass der Ausbruch entweder von Ratten an Bord oder von Exkursionen in ein Endemiegebiet stammen könnte. Argentinien, wo das Schiff seinen Ausgang nahm, ist bekannt für Hantavirus, obwohl zum Zeitpunkt der Abfahrt keine aktuellen Fälle gemeldet wurden.

Internationale Zusammenarbeit und Risikobewertung

Argentinien, Südafrika und Cabo Verde arbeiten an der Sequenzierung des Virus, um die genaue Quelle des Ausbruchs zu bestimmen und weitreichende Risiken auszuschließen. Die WHO betonte, dass das Risiko für die allgemeine Öffentlichkeit weiterhin gering ist. Das Schiff bleibt unter Quarantäne, Passagiere und Crew dürfen nicht in Praia an Land gehen. Medizinische Teams versorgen die betroffenen Personen, und die WHO unterstützt die Evakuierung von Patienten mit Symptomen.

Obwohl Hantavirus-Infektionen normalerweise auf Umweltkontakt zurückzuführen sind, wie beispielsweise der Kontakt mit infiziertem Rattenkot, hob die WHO hervor, dass bestimmte südamerikanische Stämme eine Übertragung Mensch zu Mensch ermöglichen könnten. Die Organisation führt detaillierte Untersuchungen und Labortests durch, um den Ausbruch besser zu verstehen und seine möglichen Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit zu beurteilen.