Die jährliche Hajj-Pilgerfahrt, eine der fünf Säulen des Islam, hat in Saudi-Arabien begonnen. Mehr als 1,5 Millionen Pilger aus aller Welt sind in das Königreich eingereist, wie Al Jazeera berichtet. Gleichzeitig bestehen regionale Spannungen und ein fragiles Waffenstillstand im Irankrieg.
Saleh bin Saad al-Murabba, Kommandeur der Hajj-Passport-Truppen, teilte mit, dass über 1,5 Millionen Pilger bis Freitag in das Land gekommen seien. Weitere Pilger seien erwartet.
Für viele ist die Pilgerfahrt die Erfüllung eines lebenslangen Traums. Die ägyptische Pilgerin Samya Abdul Moneim sagte, sie fühle sich überwältigt von Dankbarkeit, dass sie die Reise unternehmen könne, die jeder Muslim, der es sich leisten und körperlich in der Lage ist, einmal im Leben absolvieren muss.
„Ich bin in einem Zustand von Segen und Glück“, sagte sie am Sonntag in Mekka. „Es ist eine unbeschreibliche Empfindung, wirklich. Danke Gott, ich bin in einem Segen.“
Herausforderungen und Rituale
Vor dem Aufbruch in die große Zeltstadt Mina kreisten die Pilger unter der sengenden Hitze um die kubusförmige Kaaba in der Großen Moschee. Einige schützten sich mit Sonnenschirmen und Handventilatoren. Freiwillige verteilten Wasser und feuchte Ventilatoren, um den Menschen bei der hohen Temperatur zu helfen.
Für viele ist der Hajj sowohl körperlich anstrengend als auch spirituell verändernd.
„Dieser Hajj ist im Grunde eine Art Neustart für mich“, sagte Youssef Chouhoud, Politikwissenschaftler aus den USA, in Mina. „Für viele Pilger ist es das Schwerste, was sie im Leben je tun. Aber nichts, das so bedeutungsvoll ist, wird jemals einfach sein.“
Er sagte, er nehme Eindruck aus dem Anblick der Pilger, die sich gegenseitig im Wettbewerb um Almosen und gegenseitige Hilfe unterstützen.
Regionale Gespräche und Glaube
Die Pilgerfahrt findet statt, während die USA, Iran und regionale Verbündete über einen „Memorandum of Understanding“ diskutieren, der Washington zufolge den Hormuz-Straßengang öffnen und eine Energiekrise beheben könnte, die durch US- und israelische Angriffe auf den Iran und Teherans Schließung des Wasserwegs ausgelöst wurde.
Trotz der Unsicherheit sagen viele Pilger, sie verlassen sich auf ihren Glauben.
Am Dienstag werden die Pilger sich auf der Ebene von Arafat versammeln, dem spirituellen Höhepunkt der Hajj-Pilgerfahrt. Dort werden sie beten, um Vergebung bitten und an ihre Angehörigen zu Hause denken.
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