Der 64-jährige britische Internetunternehmer und ehemalige Erdöligenieur Chris Brown hat seine jahrelange Mission abgeschlossen, die ‘Pole of Inaccessibility’ der Erde zu besuchen – die abgelegensten Punkte auf jedem Kontinent. Zu diesen Punkten zählen der zentrale Punkt Afrikas im Zentralafrikanischen Reich und die eisigen Gebiete der Antarktis.
Browns Reise zum zentralen Punkt Afrikas erforderte einen Hubschrauber und Soldaten der Regierung aufgrund von Sicherheitsbedenken. Er besuchte den Ort 2021 und musste sich durch dichtes Dschungelgebiet kämpfen sowie potenzielle Bedrohungen durch Rebellen, Banditen und Jäger überstehen. Die britische Regierung hatte Reisen in diese Region aufgrund von Unruhen abgeraten.
Eine seiner Expeditionen war besonders anstrengend und logistisch herausfordernd. In der Antarktis verbrachte er fast einen Monat in der Isolation aufgrund von Stürmen. Während dieser Zeit las er Science-Fiction und half bei der Reparatur von Fahrzeugen und Zelten. Er unternahm zwei Reisen auf den Kontinent, bevor er den ‘Pole of Inaccessibility’ erreichte.
Browns Reise begann 2018, als er auf dem Mount Everest für eine Expedition war, um die weltweit höchste Dinnerparty zu veranstalten. Dort erfuhr er vom Konzept des ‘Pole of Inaccessibility’ – einem Punkt, der am weitesten von den Konturkanten entfernt liegt. Nach Recherche stellte er fest, dass nur wenige Menschen mehr als drei dieser abgelegenen Orte besucht hatten.
„Also beschloss ich, alle zu besuchen“, sagte Brown. Seine Karriere führte ihn von Ölförderplattformen im Nordmeer zu Konfliktzonen nahe der Grenze zwischen Türkei und Syrien. Seine Leidenschaft für Reisen und Risiko führte ihn in abgelegene Ecken der Welt, einschließlich Südamerikas, Australiens und der Arktis.
Einige der Pole waren leichter zu erreichen als andere. Der nordamerikanische Punkt erforderte nur eine einfache Fahrt von Rapid City, South Dakota, während der australische Punkt eine 4×4-Offroad-Tour durch die Innenwüste erforderte. Brown verwendete Kartensoftware und konsultierte Geografen, um die genauen Koordinaten jedes Ortes zu bestimmen.
Um sicherzustellen, dass seine Ansprüche unbestritten bleiben, besucht Brown manchmal mehrere Punkte, um seine Anwesenheit zu bestätigen. In der Antarktis fuhr er zusätzlich 29 Kilometer zu einem zweiten Satz von Koordinaten. Im Südlichen Pazifik wies er seinen Kapitän an, zwei weitere Punkte zu besuchen, um Streitigkeiten über seine Besuche zu vermeiden.
Brown plant derzeit seine nächste Abenteuerreise: den ‘Pole of Inaccessibility’ Eurasiens, der sich im nordwestlichen China befindet. Er hofft, diesen Punkt in den nächsten Jahren zu erreichen. Nachdem er die Reise abgeschlossen hat, plant er, erst dann zu feiern, wenn er sicher zu Hause angekommen ist.
„Kein Fest, solange man noch unterwegs ist“, sagte Brown. „Ich feiere erst richtig, wenn wir alle sicher zu Hause sind.“
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