Fluglinien haben im Mai 13.000 Flüge abgesagt, da Kerosinpreise seit Kriegsbeginn mehr als verdoppelt wurden, as Fast zwei Millionen Sitzplätze entfielen, wie BBC und The Guardian berichten. Istanbul und München verzeichneten die stärksten Rückgänge; Turkish Airlines und Lufthansa reduzierten deutlich — Lufthansa allein kürzte 20.000 Kurzstreckenflüge, vor allem mit der Tochtergesellschaft CityLine.

Kerosinpreise und Reaktionen der Branche

Der Kerosinpreis stieg laut BBC von 831 Dollar pro Tonne im späten Februar auf 1.838 Dollar im April, but Analysten von Goldman Sachs warnten, dass Großbritannien aufgrund seiner hohen Importabhängigkeit, niedrigen Lagerbestände und reduzierten Raffineriekapazitäten am stärksten von möglichen Kerosinmangel betroffen sei.

Goldman Sachs sagte voraus, dass Kerosinvorräte in Großbritannien auf „kritisch niedrige Niveaus“ sinken könnten. Dies erhöhe die Wahrscheinlichkeit von Rationierungsmaßnahmen. Die britische Regierung kündigte an, Startslots flexibilisieren zu wollen, sodass Fluglinien Flüge stornieren können, ohne Landerechte zu verlieren – insbesondere für Strecken mit mehreren Flügen zum gleichen Ziel am gleichen Tag.

Operative Anpassungen und Auswirkungen auf Reisende

Die meisten britischen Kurzstreckenfluglinien sind gut gegen Kerosinkosten abgesichert und erwarten keine unmittelbaren Kostensteigerungen, wie The Guardian berichtet. EasyJet und Wizz Air verpflichteten sich, ihre Sommerflugpläne vollständig umzusetzen, obwohl sie Druck auf die nicht abgesicherten Kostenteile ihres Treibstoffbudgets spüren. Air France, KLM, Air Canada, Delta und SAS passten bereits ihre Sommerflüge an.

Branchengruppen sagten, Fluglinien operierten normal und stießen derzeit nicht auf Lieferengpässe. Sie begrüßten dennoch die Regierungsgemeinschaftsmaßnahmen. Der britische Fluglinienverband kündigte an, unterperformende Flüge zu bewerten und bei Bedarf zu streichen oder zusammenzufassen. Der Reiseverband Advantage Travel Partnership stellte fest, dass Reisen aus Großbritannien in wichtige Sommerziele unbeeinträchtigt blieben.

Besorgnisse um Lieferketten und Regierungsmaßnahmen

Trotz derzeitiger Sichtbarkeit von etwa sechs Wochen Warnungen internationaler Agenturen vor Kerosinmangel in Europa, falls der Nahostkonflikt Lieferengpässe verursacht. Die britische Regierung sagte, sie könne „außergewöhnliche Maßnahmen“ ergreifen, um im Sommer Reisenden vor späten Störungen zu schützen.

Laut The Guardian haben Kerosinpreise sich seit dem US-Israel-Angriff auf Iran und der Schließung der Hormusstraße mehr als verdoppelt. Die britische Regierung versicherte, den aktuellen Zustand nicht auf Sommerreisen auswirken zu lassen, und erlaubte Fluglinien Flexibilität bei der Anpassung ihrer Flugpläne ohne Verlust von Landerechten.