Julian Alvarez brachte Argentinien, den Verteidigungstiteltragenden, mit einem Langschuss in der 112. Minute ins WM-Halbfinale. Ein weiteres Tor von Lautaro Martinez in der Verlängerung machte den 3:1-Sieg am Samstagabend deutlicher, als er war, berichtet NPR. Alexis Mac Allister traf zudem nach einem Corner von Lionel Messi. Argentinien überstand einen engen Thriller und trifft im Halbfinale am Mittwoch in Atlanta auf England, das zuvor Norwegen mit 2:1 geschlagen hatte.
Messis neun Spiele lang andauernde Torschuss-Serie endete, doch sein Streben nach dem zweiten WM-Titel geht weiter. Der Spielverlauf veränderte sich im zweiten Durchgang nach einem Entscheid, der Kritiker aufbringen wird, die Argentinien im Turnier bevorzugt sehen. Die Schweiz hatte gerade durch das Tor von Dan Ndoye in der 67. Minute den Ausgleich erzielt, als Leandro Paredes Breel Embolo rau umwarf und gelb-rot sah. Videoaufnahmen zeigten jedoch, dass Embolo vor dem Kontakt fiel, weshalb der Strafstoß gemäß dem „Mistaken Identity“-Protokoll rückgängig gemacht wurde. Embolo hatte bereits vorher eine Gelbe Karte erhalten. Es war das zweite Mal, dass ein Foul in der WM mit diesem Protokoll korrigiert wurde. Das Regelwerk erlaubt es dem Video-Assistenten, einzugreifen, wenn ein falscher Spieler bestraft wird.
Argentinien im Halbfinale
Argentinien ist die einzige nicht-europäische Mannschaft im Halbfinale dieser WM, wie fussballdaten.de berichtet. Der Weltmeister trifft dort am kommenden Mittwoch auf England. Der Traum, den WM-Titel zum zweiten Mal seit 1962 zu gewinnen, ist noch lebendig. Die Schweiz hingegen muss nach ihrem ersten Viertelfinal-Auftritt seit 1954 nach Hause. Die „Nati“ konnte nicht zum dritten Mal in der WM gegen Argentinien gewinnen.
Beim Abpfiff stand es offiziell: Argentinien besiegte die tapfere, gegen die Quote kämpfende Schweiz mit 3:1. Die „Nati“ hielt lange Zeit stand und träumte von einem Überraschungserfolg. Doch die „Albiceleste“ hätten das Spiel bereits in 90 Minuten beenden sollen. Die Mannschaft von Weltmeister-Torschützenkönig Lionel Messi dominierte weite Strecken und war kurz davor, den Sieg zu sichern. In der Verlängerung setzten die Südamerikaner den Schlusspunkt – genau wie vor zwölf Jahren – und vermeiden so einen Elfmeterschießen.
Die Schweiz hält stand
In den ersten Minuten war das Spiel eng. Die Schweiz wehrte sich tapfer, wie Vietnam.vn berichtet. In der 65. Minute hatte Xhaka und Zakaria gefährliche Chancen, doch Emiliano Martinez parierte gut. In der 56. Minute köpfte Enzo nach einem Corner von Messi, doch der Ball ging hoch. In der 53. Minute rannte Alvarez bestimmt an und schoss, doch der Ball ging daneben. In der 50. Minute spielte Messi elegant auf Molina, doch der Rechtsverteidiger verfehlte den Ball. In der 45. Minute erzielte Argentinien den Führungstreffer und übernahm das Spiel mit ungewöhnlichen Aktionen. Die Schweiz fand kaum einen Weg zurück ins Spiel.
Embolo zeigte in der 44. Minute erste Frustration mit einem aggressiven Foul. Der Spielverlauf spiegelte die Schwierigkeiten und gewisse Frustration der Schweizer wider. In der 39. Minute wurden die Schweizer ständig doppelt abgeklärt, was es schwer machte, dem Druck standzuhalten. In der 32. Minute hatte die Schweiz eine seltenen Moment der Hoffnung, doch Embolo konnte den Keeper nicht überlisten. In der 27. Minute hatte Argentinien die Mittellinie bereits im Griff, hielt den Ball ruhig und war bereit, notfalls auf den Boden zu gehen, um den Spielverlauf zu verlangsamen.
Drama in der Verlängerung
In der Verlängerung blieb das Spiel spannend. In der 90. Minute volleyte Alvarez aus einer schwierigen Position, doch der Schweizer Keeper war besser, wie Vietnam.vn berichtet. In der 90. Minute dribbelte Messi an mehreren Gegenspielern vorbei und schoss mit dem rechten Fuß knapp am Pfosten vorbei. In der 89. Minute setzte Nico MacAllister in Szene, doch die Ballannahme war ungenau. In der 84. Minute versuchte Messi, den Ball über den Keeper zu spielen, doch der Keeper blockte und der Schiedsrichter entschied auf Abseits.
Nach dem 72. Minuten-Rot gegen Embolo drängte Argentinien nach vorne, konnte aber keine entscheidende Situation kreieren. Die Schweiz stand mit zehn Spielern, Argentinien hatte mehr Spielkontrolle, doch das Spiel blieb bis zum Siegtreffer von Alvarez spannend. Argentiniens Sieg galt als verdient, bedingt durch die verpassten Chancen der Schweiz und das späte Rot.
Lionel Messi wurde von fussballdaten.de zum Mann des Spiels ernannt. Argentinien trifft im Halbfinale auf England, wobei der Sieger dieses Spiels ins Finale einzieht. Die Schweiz, stolz auf ihren ersten Viertelfinal-Auftritt seit 1954, kehrt ohne einen Sieg gegen Argentinien in der WM-Phase nach Hause zurück.
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