Der US-Kongressabgeordnete Ro Khanna sagte, er sei von bewaffneten israelischen Siedlern während eines Besuchs im besetzten Westjordanland für 90 Minuten festgenommen worden. Der Zwischenfall ereignete sich am Mittwoch, als Khanna und sein Team in einem Van unterwegs waren und von Siedlern mit M4-Gewehren umringt wurden, erklärte Khanna der Nachrichtenagentur Reuters.
Verhaftung und Beteiligung der IDF
Khanna schrieb auf X, dass die Israel Defense Forces (IDF) bei ihrer Ankunft „auf die Seite der Siedler standen und unsere Verhaftung fortsetzten“. Der BBC hat sich bei der IDF für einen Kommentar gemeldet. Die israelische Armee teilte in einer Erklärung mit, dass Soldaten und Polizeibeamte nach einer Meldung handelten, wonach Siedler Fahrzeuge in der Gegend blockiert hätten.
„Bei ihrer Ankunft vertrieben die Soldaten die israelischen Zivilisten und ließen die Fahrzeuge weiterfahren“, sagte die IDF. Khanna besuchte die Ruinen von Khirbet Zanuta, um die Auswirkungen der israelischen Besetzung der Region zu untersuchen.
Siedlerhandlungen und amerikanische Waffen
Der Vater von zwei Kindern erwägt eine Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2028. „Wir waren in einem Dorf, das israelische Siedler zerstört hatten, sie hatten die Schule zerstört, sie hatten das Dorf zerstört, und wir betrachteten es einfach“, sagte Khanna. „Und diese Schläger kamen mit Maschinengewehren, M4, einer amerikanischen Maschinengewehren – und sie verhafteten uns. Sie blockierten die Straße. Und dann riefen sie die IDF an, und die IDF war auf ihre Seite, nicht auf die Seite der Amerikaner“, sagte Khanna.
Während ihrer Verhaftung teilte ein Mitarbeiter, der Khanna begleitete, mit, sie hätten um Hilfe beim US-Botschaft in Jerusalem gebeten, und wurden nach Eingreifen einer Gruppe Polizeibeamter freigelassen. Israel hat seit der Besetzung des Westjordanlandes und Ost-Jerusalems im Mittleren Osten-Krieg 1967 etwa 160 Siedlungen mit insgesamt 700.000 Juden gebaut, Gebiete, die die Palästinenser, zusammen mit Gaza, für einen künftigen Staat beanspruchen. Schätzungsweise 3,3 Millionen Palästinenser leben neben ihnen.
Internationales Recht und Siedlungen
Die Siedlungen sind unter internationalem Recht illegal. Khannas Aussagen haben eine erneute Diskussion über die Rolle amerikanischer Waffen in der Region und die anhaltenden Spannungen zwischen Siedlern und palästinensischen Gemeinschaften ausgelöst. Der Zwischenfall unterstreicht die komplexen Dynamiken in den besetzten Gebieten, in denen politische Persönlichkeiten aus den USA bei ihren Besuchen weiterhin Herausforderungen und Kontroversen begegnen.
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