PALM BEACH, Florida — Secret Service-Agenten erschossen einen bewaffneten Eindringling am Sonntag, nachdem dieser das gesicherte Gelände von Donald Trumps Mar-a-Lago betreten hatte. Der Mann, dessen Identität die Behörden noch nicht bekanntgaben, hatte eine Schusswaffe und einen Benzinkanister dabei, wie die Agentur mitteilte.

Die Agenten entdeckten den Verdächtigen in der Nähe des nördlichen Eingangs des 17 Hektar großen Grundstücks. Er hatte die Umzäunung kurz vor 21 Uhr übertreten, wie eine Erklärung der Secret Service-Beamten besagte. Trump war nicht auf dem Gelände; er blieb am Wochenende im Weißen Haus.

Eine Secret Service-Agentin und ein Beamter der Palm Beach County Sheriff’s Department schossen auf den Mann. Er starb an den Schusswunden am Tatort. Weder Agenten noch Beamte wurden verletzt.

Der Einbruch löste eine schnelle Reaktion aus. Lokale Polizei sperrte umliegende Straßen ab, während Bundesbehörden das Gebiet überprüften. Zeugen berichteten, mehrere Schüsse hätten über das Gelände widerhallt.

Mar-a-Lago dient als Winterresidenz und privater Club für Trump. Das Gelände ist während seiner Besuche stark gesichert, mit Agenten, die das Strandgrundstück und die umliegenden Straßen patrouillieren. Der Vorfall am Sonntag markiert eine seltene Sicherheitsverletzung an diesem Ort.

Bundesbehörden sicherten die Schusswaffe und den Benzinkanister am Leichnam. Die Behörden gaben kaum weitere Details zu den Absichten oder Hintergründen des Mannes. Die FBI-Beamten stießen am Montagmorgen zur Untersuchung hinzu.

Palm Beach County Sheriff Ric Bradshaw lobte die Handlungen seines Beamten. „Der Beamte handelte angemessen im Einklang mit dem Secret Service“, sagte Bradshaw in einer Pressemitteilung. Der Name des Beamten wurde nicht sofort bekanntgegeben.

Trump-Besuche in Mar-a-Lago verändern oft das ruhige Umfeld Palm Beachs. Der Verkehr auf der South Ocean Boulevard verlangsamt sich. Golfwagen transportieren Gäste vorbei an gepflegten Palmen und dem Atlantik. Sicherheitsmaßnahmen verschärfen sich mit Betonbarrieren und Metalldetektoren an wichtigen Eingängen.

Dieser Vorfall erinnert an frühere Vorfälle an prominenten Orten. Im Jahr 2024 verletzte ein Schütze Trump bei einem Aufmarsch in Pennsylvania. Mar-a-Lago selbst erlebte 2022 einen Anschlagsversuch, als ein Verdächtiger in der Nähe mit Waffen festgenommen wurde.

Der Sprecher des Secret Service, Anthony Guglielmi, bestätigte die Grundlagen spät am Sonntag. „Es bestand keine Bedrohung für Schutzpersonen“, schrieb er auf X. Die Agentur versprach eine vollständige Überprüfung der Sicherheitsverletzung.

Lokale Bewohner zeigten Schock. „Man hört solche Geschichten, aber das trifft uns direkt“, sagte Maria Lopez, die ein Kilometer vom Resort entfernt wohnt. Sie beobachtete von ihrem Balkon die Blaulichter der Polizei.

Die Ermittler durchsuchten den Tatort bis Montag. Sie suchten nach Überwachungsvideos und befragten Zeugen. Der Leichnam wurde vom Palm Beach County Medical Examiner zur Obduktion übernommen.

Gouverneur Ron DeSantis kommentierte kurz. Er bezeichnete die Beamten als „Helden“ in sozialen Medien. „Gedanken für unsere Polizei“, schrieb er.

Die Betriebsabläufe in Mar-a-Lago verliefen ungestört. Das Personal bereitete sich auf Trumps nächsten Besuch vor, der bald erwartet wird. Der Club empfängt Mitglieder das ganze Jahr über, wobei Luxus und politische Veranstaltungen kombiniert werden.

Sicherheitsexperten hoben die schnelle Reaktion hervor. „Ein Durchbruch der Umzäunung testet selbst die besten Systeme“, sagte ehemaliger Secret Service-Agent Jonathan Wackrow. Er verwies auf Lehren aus kürzlich erfolgten Bedrohungen politischer Persönlichkeiten.

Die Behörden gaben keine Motive bekannt. Die Ermittlungen laufen weiter, während nationale Spannungen ansteigen. Details könnten sich ergießen, sobald forensische Beweise und Zeugenaussagen vorliegen.