Der neue Horrorfilm ‘Backrooms’ des Labels A24, inszeniert von Kane Parsons, bringt eine virale Internet-Idee in die Kinos. Die Geschichte folgt Dr. Mary Kline (Renate Reinsve). Einer Therapeutin. Die in eine alternative Dimension eindringt, um ihren verschwundenen Patienten Clark (Chiwetel Ejiofor) zu finden; Die Handlung spielt in den Backrooms, einem endlosen, gruseligen Labyrinth aus gelb gefliesten Räumen, das durch eine unheimliche Stille geprägt ist. Der 110-minütige Film markiert Parsonss Debüt als Regisseur und basiert auf einer viralen Web-Serie, die über 75 Millionen Aufrufe auf YouTube erzielte.
Von Internet-Meme zum Kinofilm
Die Backrooms-Idee entstand 2019. Als ein anonymer Nutzer auf dem 4chan-Forum /x/ ein Bild eines scheinbar endlosen, fensterlosen Raums postete; Die Aufforderung, weitere beunruhigende Fotos zu teilen, führte schnell zu einem transmedialen Phänomen. Laut GQ España sind die Backrooms mittlerweile zu einer Kulturinstitution für Fans von Creepypasta und Analog-Horror geworden, ähnlich wie der Slender Man oder Candle Cove.
Parsons, der 2022 die virale Web-Serie The Backrooms (Found Footage) kreiert hatte, erhielt von A24 einen Entwicklungsvertrag aufgrund seines Erfolgs; Die Web-Serie, die sich auf 25 Videos ausweitete, spielte eine entscheidende Rolle bei der Popularisierung des Konzepts. Laut Moviejones erzielte allein der ursprüngliche Clip mehr als 75 Millionen Aufrufe und prägte das unheimliche Bild der endlosen gelben Wände und flackernden Leuchten.
Unheimliches Konzept und monochrome Horror
Im Film Backrooms wird das Konzept der Backrooms als ein Ort dargestellt, der zwischen der Realität und einer parallelen Welt liegt — Laut Moviejones basiert der Horror des Films auf seiner monochromen Gestaltung – endlose, leblose Räume, die zugleich vertraut und falsch wirken. Die Backrooms können zufällig betreten werden, wie ein Glitch in der Matrix. Der Film profitiert zudem von der Found-Footage-Ästhetik und setzt auf psychologische Spannung statt Sprungschrecken.
Clark, ein Ladenbesitzer, stolpert in die Backrooms, nachdem ein Stromstoß in seinem Einrichtungsgeschäft auftritt. Später wird er von seiner Kollegin Kat (Lukita Maxwell) und deren Freund Bobby (Finn Bennett) begleitet. Während sie das Labyrinth erkunden, begegnen sie einer unbekannten Präsenz, die sie zu beobachten scheint. Dr. Kline, Clarks Therapeutin, betritt die Backrooms, um ihn zu finden, und gerät selbst in eine gefährliche Situation.
Backrooms im Horror-Genre
Laut SensaCine passt Backrooms in eine größere Tendenz im Horror-Genre, die sich auf psychologische Unruhe und existenzielle Angst konzentriert. Filme wie Midsommar (2019) und Hereditary (2018) haben neue Maßstäbe für Horror gesetzt, der Atmosphäre und Spannung statt klassischer Sprungschrecken betont. Backrooms setzt diese Entwicklung mit seiner langsamen Erzählung und der Fokussierung auf die verwirrenden Effekte der Backrooms-Umgebung fort.
Der Film unterscheidet sich jedoch von anderen jüngeren Horror-Produktionen, die traditionelle Elemente nutzen. So wird Hokum (2024) von Damian McCarthy als Beispiel genannt, der Sprungschrecken und klassische Horror-Tropen bewusst einsetzt. Backrooms hingegen verlässt sich auf eine subtilere, andauernde Form des Grauens.
Da sich das Konzept der Backrooms weiterentwickelt, markiert Backrooms einen bedeutenden Schritt in der Transformation von einem Internet-Meme zu einer vollwertigen Kinostunde. Laut Next Best Picture wird der Erfolg des Films wahrscheinlich Einfluss auf die Adaption weiterer Horror-Ideen in die Mainstream-Medien haben.
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