Das unebene Gelände und die vollen Straßen Balis erschweren Reisen mit Behinderung. Bürgersteige fehlen in Strandorten. Roller versperren Pfade. Tempel erfordern steile Anstiege. Einheimische helfen jedoch, und gezielte Angebote erschließen Kultur und Natur.
Facebook-Gruppen bereiten vor. Bali Travel with Autism and Disabilities hat 3300 Mitglieder. Sie teilen Tipps zu Villen, Restaurants und Strandzugang. Bali Wheelchair Travel and Tours zählt 1800 Mitglieder. Die Gruppe vermittelt Anbieter wie Rollin Adventures in Bali. Kontakt per [email protected] für Rollstuhlfahrer, Sehbehinderte, Epileptiker, Autisten, Menschen mit Zerebralparese oder ALS.
Flughäfen erleichtern die Ankunft. Ein Reisender berichtet von seinem behinderten Vater. Er flog letzten Monat ein. Die Airline informierte den Flughafen Ngurah Rai. Mitarbeiter Made wartete mit Rollstuhl am Flugsteig. Er fuhr durch Passkontrolle, erledigte Formalitäten und Zoll. Das Anvaya Beach Resort in Kuta schickte einen weiteren Made für den Transfer. Die Website theanvayabali.com wirbt mit Barrierefreiheit.
Ohne Hotelfahre gibt es Alternatives. Bali Wheelchair Rental bietet Maxi-Taxis sowie Mobilitätsscooter, Krücken und erhöhte Toilettensitze. Infos auf bali-wheelchair-rental.weebly.com.
Unterkünfte eignen sich in bestimmten Zonen. Seminyak und Canggu haben unebene Wege. Die Hügel von Ubud und die Klippen von Uluwatu sind schwierig. Norden und Westen fehlen Krankenhäuser. Nusa Dua im Südosten überzeugt. Geschlossene Straßen, perfekte Bürgersteige, viel Parkraum und Spitzenkrankenhäuser locken. Bali.com nennt Fünf-Sterne-Hotels mit Rollstuhlzugang, Preise hoch. Günstige Optionen gibt es in Sanur, weiterem Familien- und Rentnerort im Südosten.
Sehenswürdigkeiten lohnen die Mühe. Der Tempel Tirta Empul bei Tampaksiring hat Rampen. Taman Ayun in Mengwi bietet begehbaren Garten. Tanah Lot ermöglicht teilweisen Meereszugang. Der Innenhof von Uluwatu ist rampengerecht, der Haupttempel nicht. Sangeh Monkey Forest hat befestigte Wege, anders als in Ubud. Bali Botanic Garden in Bedugul folgt.
Mason Elephant Park and Lodge in Taro, Indonesiens einziges Park mit Asia Captive Elephant Standards-Zertifikat, bietet rollstuhlgerechte Wege und Toiletten. Einkaufszentren helfen: Beachwalk in Kuta, Icon Bali in Sanur, Living World in Denpasar und Bali Collection in Nusa Dua.
Waterbom in Kuta, Indonesiens größter Wasserpark, integriert Barrierefreiheit. Rollstuhlgerechte Rutschen und Becken sind Standard, dazu behindertengerechte Toiletten, Umkleiden und Duschen. „Wir bieten ermäßigten Eintritt und Armbänder, damit Personal Hilfe erkennt“, sagte Kylie Turner, Marketingchefin. Sie ergänzte: „Es ist Extremsport-Bereich. Wir balancieren Hilfe und Sicherheit.“
Die Hilfsbereitschaft der Einheimischen macht Hindernisse zu Abenteuern. Gute Planung öffnet Bali für alle.
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