Britische Reisende, die nach Europa reisen, sollten sich ab 10. April 2026 auf längere Wartezeiten bei der Grenzkontrolle einstellen, da das Ein- und Ausreise-System (EES) in allen 29 Schengen-Ländern vollständig in Betrieb genommen wird. Das System verlangt, dass britische Bürger bei der Ein- und Ausreise aus dem Schengen-Raum Fingerabdrücke und Fotos abgeben. Dies wird den Grenzkontrollprozess verlängern, besonders während der Reisehochsaison im Sommer.

Umsetzung und erwartete Verzögerungen

Das EES wurde erstmals im Oktober 2025 in ausgewählten europäischen Flughäfen eingeführt. Die vollständige Umsetzung in allen 29 Schengen-Ländern ist für April 2026 geplant. Laut dem britischen Auswärtigen Amt (FCDO) sollten Reisende zusätzliche Zeit für die biometrischen Kontrollen einplanen, die pro Passagier einige Minuten mehr benötigen. Flughafenverantwortliche warnen jedoch, dass Nicht-EU-Reisende während der Reisehochsaison, insbesondere in großen europäischen Flughäfen wie Madrid, Lissabon und Athen, bis zu vier Stunden Wartezeit haben könnten.

Das EES soll die Grenzsicherheit verbessern, indem es biometrische Daten von Reisenden sammelt. Dazu gehören Fingerabdrücke und Fotos, die künftig zur effizienteren Identitätsprüfung genutzt werden. Obwohl das System langfristig den Grenzkontrollprozess vereinfachen soll, führt die erste Umsetzung aufgrund der zusätzlichen Bearbeitung pro Reisenden zu Verzögerungen.

Auswirkungen auf Reisende

Das neue System wirkt sich unterschiedlich auf Geschäfts- und Freizeitreisende aus. Geschäftsreisende könnten aufgrund der zusätzlich benötigten Zeit bei der Grenzkontrolle ihre engen Termine stören, insbesondere bei Flügen mit Umsteigern. Flughafenvertreter haben darauf hingewiesen, dass Verzögerungen in Flughäfen mit hohem Verkehrsaufkommen, wo während der Reisehochsaison die Verstopfung zunehmen wird, besonders spürbar sein könnten.

Bei Freizeitreisenden ist die Hauptbesorgnis die Unannehmlichkeit längerer Wartezeiten, insbesondere während der Urlaubszeiten. Viele britische Touristen reisen in Schengen-Länder wie Spanien, Griechenland und Portugal, die voraussichtlich unter den ersten Ländern sind, die das EES vollständig umsetzen. Obwohl die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen langfristig vorteilhaft sind, könnten sie für Reisende mit begrenzter Zeit am Flughafen oder bei engen Terminplänen Stress verursachen.

Laut dem FCDO wird das EES nicht nur die Sicherheit verbessern, sondern auch das Risiko von Unregelmäßigkeiten an europäischen Grenzen verringern. Reisende sollten jedoch entsprechend planen, früher am Flughafen anzukommen und längere Zwischenstopps einzuplanen, um potenzielle Verzögerungen zu vermeiden. Das FCDO hat britische Touristen angewiesen, sich über die spezifischen Einreisevorschriften ihres Ziellandes zu informieren, da die Verfahren sich leicht unterscheiden können.

Schritte zur Minimierung von Verzögerungen

Als das EES vollständig in Betrieb genommen wird, können britische Reisende Schritte unternehmen, um Verzögerungen zu minimieren. Es wird empfohlen, früher am Flughafen anzukommen, sich mit den neuen Verfahren vertraut zu machen und zusätzliche Zeit für die Grenzkontrollen einzuplanen. Reisende sollten sich auch über andere sich ändernde Einreisevorschriften informieren, wie elektronische Reisegenehmigungen oder Gesundheitskontrollen, die je nach Zielort und globaler Situation gelten können.

Obwohl das EES zunächst unpraktisch wirken mag, stellt es einen bedeutenden Schritt hin zu einem sichereren und effizienteren Reiseumfeld dar. Das System wird künftig die Grenzkontrollen vereinfachen, indem es eine digitale Aufzeichnung der Bewegungen jedes Reisenden erstellt, was die Bearbeitungszeiten langfristig reduzieren könnte.

Mit der vollständigen Umsetzung des EES am 10. April 2026 sollten britische Reisende in Schengen-Ländern auf potenzielle Verzögerungen vorbereitet sein. Durch die Information und Planung können Reisende eine glattere Erfahrung an europäischen Flughäfen gewährleisten, auch mit den zusätzlichen biometrischen Kontrollen.