Lindsay, 53, eine Lebenseinstellungsberaterin, und ihr Mann Craig, 52, wurden im Januar 2025 während einer Rundreise mit dem Motorrad verhaftet. Ihnen wird Spionage vorgeworfen, was sie entschieden bestreiten. Laut der BBC erhielten sie im Februar eine zehnjährige Haftstrafe.
Leben im Evin-Gefängnis
Das Paar sitzt im Evin-Gefängnis, ein Gefängnis mit bekanntermaßen harten Bedingungen. Lindsay gab zu, dass die Realität ihrer Situation langsam Einzug halte: „Wir werden uns hier wohl eine lange Zeit aufhalten.“ Craig bestätigte das Gefühl: „Wir verschwenden hier unser Leben und verderben.“
Laut der BBC werden die beiden in verschiedenen Zellen des Gefängnisses untergebracht und konnten sich seit Monaten nicht mit anderen in Verbindung setzen. Ihr Sohn Joe Bennett erhält nun regelmäßig Telefonanrufe von seinen Eltern, die über das Auswärtige Amt aus Pay-Telefonen im Evin-Gefängnis weitergeleitet werden.
Kommunikation und emotionale Belastung
Telefonate sind eine lebenswichtige Verbindung für die Familie. Sie sind jedoch nicht ohne Herausforderungen. Die Verbindung bricht oft ab, und die Gespräche werden überwacht. Alle paar Minuten unterbricht ein Farsi-Audio die Anrufe: „Dieser Anruf kommt aus dem Evin-Gefängnis und der Anrufer ist ein Gefangener.“
Joe Bennett beschrieb die Situation als frustrierend, aber notwendig: „Diese Telefonate sind eine Lebensader für sie und für uns.“ Das Auswärtige Amt bezeichnete die Inhaftierung als „entsetzlich“ und „unverantwortbar.“
Craig wandte sich direkt an die Regierung: „Handeln Sie einfach. Sprechen Sie aus. Bringen Sie uns heraus. Mir kommt es so vor, als säßen wir hier wie auf dem Prüfstand.“
Weitere Auswirkungen und diplomatische Sorgen
Der Fall hat internationale Aufmerksamkeit erregt, insbesondere von der britischen Regierung. Laut der BBC hat das britische Auswärtige Amt keine öffentliche Stellungnahme zur Verurteilung abgegeben, aber die Situation wird als „erschreckend“ beschrieben. Das Leiden des Paares hebt Bedenken hinsichtlich der diplomatischen Beziehungen zum Iran und der Behandlung von Ausländern in dem Land hervor.
Die Verhaftung und Verurteilung des Paares ist kein Einzelfall. Weitere Fälle von inhaftierten Ausländern im Iran haben Sorge bei Menschenrechtsgruppen und ausländischen Regierungen ausgelöst. Die britische Regierung wurde aufgefordert, konkretere Schritte zur Freilassung der beiden zu unternehmen.
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