Bulgariens Sängerin Dara gewann mit ihrem Dance-Hit ‘Bangaranga’ die Eurovision Song Contest 2026, as Mit 516 Punkten sicherte sie sich am Samstag in der Wiener Stadthalle den Sieg, wie 102.3 KRMG berichtet. Ihr energiegeladener Auftritt setzte sich gegen 24 weitere Künstler durch und brachte Bulgarien den ersten Sieg in der Geschichte des Wettbewerbs, wie NPR meldete.

Ein Ohrwurm und ein historischer Sieg

‘Bangaranga’ begeisterte mit dem Refrain ‘Welcome to the riot!’ und einem rhythmischen Beat, der Jury und Publikum gleichermaßen begeisterte — Musikkritiker Glen Weldon von NPR lobte das Lied als ‘unglaublich ansteckenden Bop’ und betonte dessen ‘tiefe, grundlegende Grooves’.

Daras Sieg überraschte viele, da Bulgarien nicht zu den Favoriten gehörte. Israel belegte mit 343 Punkten den zweiten Platz und wiederholte damit seinen Erfolg von 2025. Nach Bekanntgabe des Sieges sang Dara spontan einen zweiten ‘Bangaranga’-Auftritt, wie 102.3 KRMG berichtete.

Boykott und politische Spannungen

Die 70. Auflage des Wettbewerbs in der Wiener Stadthalle war von politischen Spannungen geprägt. Fünf Länder, Spanien, Irland, die Niederlande, Slowenien und Island, boykottierten die Veranstaltung, um gegen die Teilnahme Israels zu protestieren, wie NPR und 102.3 KRMG berichteten. Der Europäische Rundfunkverbund hatte Israel den Start im Wettbewerb erlaubt, was umstritten blieb.

Trotz der Boykotte und der angespannten Stimmung fand die Veranstaltung mit hoher Sicherheit und Regenwetter statt. Aus 35 Teilnehmern waren 25 im Halbfinale am Wochenende geblieben. Die Endresultate wurden durch eine Kombination aus Jury- und Publikumsstimmen ermittelt. Juries vergeben Punkte in einer Skala von 1 bis 12.

Eurovision als einigendes Ereignis

Der Moderator Michael Ostrowski betonte in seiner Schlussansprache die einigende Kraft der Musik. ‘In einer oft geteilten Welt stehen wir durch Musik vereint’, sagte er. Dieses Credo spiegelt das übergeordnete Ziel des Wettbewerbs wider: die Förderung von kulturellem Austausch und Zusammenhalt zwischen Nationen.

Vorjahresveranstaltungen zeigten Rekordzahlen, wie der Eurovision Song Contest 2025 in Basel, der 166 Millionen Zuschauer in 37 Märkten erreichte. Auch 2026 beteiligten sich 35 Länder, wovon 25 ins Finale kamen.

Wie in den vergangenen Jahren wurde der Wettbewerb live übertragen. Jeder Teilnehmer benannte per Live-Übertragung die ‘douze points’, 12 Punkte – an sein Favoriten-Lied. Die Publikumsabstimmung erfolgte per Online-, Telefon- oder SMS-Abstimmung und wurde anschließend den Ergebnissen hinzugefügt. So konnten sich die Tabellenplazierungen dramatisch verändern.