Ein Hantavirus-Ausbruch an Bord des niederländischen Kreuzfahrtschiffs MV Hondius hat bislang acht Menschen erkrankt, drei davon gestorben; Fünf dieser Fälle sind bestätigt, drei verdächtig, while Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet, löst der Ausbruch aufgrund der sich entwickelnden Informationen Sorge aus.
Ausbruchsdetails und Gesundheitsbedenken
Bei dem betreffenden Hantavirus handelt es sich um die seltene Form Andesvirus, wie WHO-Mitarbeiterin Maria van Kerkhove am 7. Mai in einer Pressekonferenz erklärte. Sie betonte, dass es sich hierbei nicht um das Coronavirus handle und dass der Ausbruch begrenzt sei und keine Pandemie auslösen werde.
Das Andesvirus kann sich von Mensch zu Mensch übertragen, doch dies geschieht nur bei engem und langerem Kontakt, beispielsweise innerhalb von Haushalten oder während medizinischer Betreuung. Tedros Ghebreyesus, Direktor der WHO, bestätigte, dass dies anders sei als bei Atemwegsviren wie Grippe oder SARS-CoV-2.
Evakuierung und Rückführung der Passagiere
Die Passagiere und Crew des MV Hondius, das vor Teneriffa in den Kanaren liegt, beginnen ihre Rückführung in ihre Heimatländer. Laut CNN kehrten 94 Passagiere und Crewmitglieder aus 19 Ländern bereits zurück. Insgesamt waren 150 Menschen aus 23 Nationen an Bord.
Die spanischen Gesundheitsbehörden berichteten, dass die Evakuierung sorgfältig durchgeführt wurde. Evakuierte wurden mit Militärbussen zum Flughafen gebracht. Der Reedereibetrieb Oceanwide Expeditions teilte mit, dass das Schiff vor der Weiterfahrt nach Rotterdam in den Niederlanden noch Kraftstoff und Vorräte aufnehmen werde.
Hantavirus-Übertragung und CDC-Richtlinien
Hantavirus sind eine Gruppe von Viren, die von Nagetieren übertragen werden und bei Menschen schwere Krankheiten auslösen können, wie Apothekerin Thorrun Govind erklärte. Der Erreger gelangt durch Kontakt mit Rattenurin und Kot in die Lunge, die bei Austrocknen in die Luft gelangen. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist selten, im Gegensatz zu Atemwegsviren wie Grippe oder SARS-CoV-2.
Die CDC erklärten, dass Passagiere des MV Hondius nicht in Quarantäne zu Hause bleiben müssen. Diese Entscheidung basiert auf der begrenzten Übertragbarkeit des Hantavirus und dem Fehlen von Hinweisen auf eine breite öffentliche Gesundheitsgefahr. Die CDC betonten, dass Hantavirus sich nicht so leicht verbreitet wie andere Viren und derzeit keine Pandemie drohe.
Ein getrennter Norovirus-Ausbruch betraf laut CDC mehr als 100 Menschen an Bord der Kreuzfahrt Caribbean Princess. Noroviren sind hochansteckend und gedeihen in geschlossenen Räumen. Allerdings unterscheiden sie sich von Hantavirus in der Übertragungsart und den Symptomen.
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