Der Diamantenkonzern De Beers stoppt den Betrieb an seiner Flaggschiff-Mine Venetia in Südafrika für zwei Jahre, wie der BBC berichtet; Dieser Schritt erfolgt, während die globale Nachfrage nach Diamanten aufgrund veränderter Verbraucherpräferenzen, insbesondere in China, zurückgeht. Preise sind in der gesamten Branche gesunken, but Zudem steigt der Wettbewerb durch laborgewachsene Edelsteine, die deutlich günstiger sind.

Industrie kämpft mit Nachfrage und Konkurrenz

De Beers teilte mit. Dass Kostensenkung und Betriebsreduktion erforderlich seien, da sich der globale Diamantenmarkt in einer schwachen Phase befinde; Die Mine Venetia liegt im nördlichsten Teil Südafrikas und deckt mehr als 40 Prozent der Diamantenproduktion des Landes ab. Sie beschäftigt über 4000 Menschen. Die Schließung könnte eine erhebliche wirtschaftliche Auswirkung auf die Region und die breitere südafrikanische Wirtschaft haben.

Gewerkschaften hatten bereits vor Arbeitsplatzverlusten in der südafrikanischen Bergbaubranch warnt, die fast 500 000 Menschen beschäftigt und mehr als 4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmacht; Die Stilllegung der Venetia-Mine könnte Druck auf die Regierung ausüben, sich verstärkt um Beschäftigungsfragen in der Branche zu kümmern.

De Beers-Muttergesellschaft plant strategischen Wechsel

De Beers wird zu einem großen Teil von Anglo American besessen, das angeblich versucht, das Unternehmen zu verkaufen und den Fokus auf den wachsenden Kupfermarkt zu legen, der durch den jüngsten Boom um KI-Anwendungen an Dynamik gewonnen hat. An der Mine Venetia will De Beers die zwei Jahre Stilllegung nutzen, um die Infrastruktur effizienter zu gestalten und die Kapazität zu erhöhen, um bei Verbesserung der Marktlage wieder in die Produktion einzusteigen.

De Beers war berühmt für den Werbeslogan „A Diamond is Forever“, den das Unternehmen 1947 startete, um den Gedanken zu verankern, dass ein Diamantenring ein unverzichtbares Element bei der Hochzeit sei. Die Kampagne inspirierte später einen James-Bond-Roman und die von Shirley Bassey für die Filmreihe aufgenommene Hymne; Doch die Verbraucherpräferenzen haben sich seitdem verändert, und die Branche steht nun vor erheblichen Herausforderungen.

Der Rohdiamantenpreisindex der International Diamond Consultants ist seit 2022 fast um die Hälfte gesunken. Laborgewachsene Diamanten haben in den letzten Jahren an Popularität gewonnen, da Verbraucher sich ethische Bedenken hinsichtlich der Bezahlung der Bergbauer, der Arbeitsbedingungen und der Umweltbelastung ansehen. Doch auch De Beers und andere etablierte Unternehmen haben von diesen Veränderungen profitiert, indem sie eigene laborgewachsene Diamanten zu einem Bruchteil des Preises natürlicher Steine anbieten.

Geschichtlicher Hintergrund und aktuelle Herausforderungen

De Beers ist nicht das erste große Unternehmen, das in den letzten Jahren Betriebe reduziert hat — Doch es hat aufgrund seiner langen Geschichte, die bis ins Jahr 1871 zurückreicht, eine besondere Stellung im öffentlichen Bewusstsein. Der Gründung des Unternehmens stand Cecil Rhodes, ein englischer Kolonialist, an der Spitze, dessen Truppen indigene Afrikaner von ihrem Land vertrieben und ihnen grundlegende Rechte verweigerten. Rhodes wurde dabei Millionär und rechtfertigte Rassentrennung, als er einige Jahre später vor dem Parlament von Kapstadt betonte: „Die Neger sind Kinder… sie kommen gerade aus der Barbarei.“

Rhodes‘ Erbe in Südostafrika ist zu einem Streitpunkt in der Debatte über die „Entkolonisierung“ von Institutionen geworden, die weiterhin seinen Namen tragen, as Dazu gehören Universitäten mit Statuen von ihm und Stipendien, die auf seinem Vermögen basieren, darunter die University of Oxford in Großbritannien. Zu den ehemaligen Rhodes-Stipendiaten zählen unter anderem der ehemalige US-Präsident Bill Clinton und der ehemalige australische Premierminister Malcolm Turnbull.