Ein neuer Bericht der Vereinten Nationen weist auf einen dramatischen Rückgang wandernder Fischpopulationen hin, wobei die Zahlen in den letzten 50 Jahren um 81 % gesunken sind. Laut dem Bericht. Der von der BBC veröffentlicht wurde, werden nun 30 Schlüsselarten für globale Schutzmaßnahmen priorisiert. Zu diesen Arten gehören unter anderem der Goldene Mahseer und der Goonch-Katzenfisch, die einer Vielzahl von Bedrohungen wie Staudämmen, Verschmutzung und Überfischung ausgesetzt sind, die es ihnen verhindern, zu ihren Brutgebieten zu gelangen.
Weltweite Bedeutung wandernder Süßwasserfische
Laut Dr. Zeb Hogan. Mitautor des Berichts und Professor für Biologie an der University of Nevada, Reno, sind wandernde Süßwasserfische für das Wohlergehen von hunderten Millionen Menschen weltweit von entscheidender Bedeutung. Er betonte. Dass diese Fische nicht nur 200 Millionen Menschen mit Nahrung versorgen, sondern auch eine enorme Vielfalt aufweisen, wobei einige Arten über 295 Kilogramm wiegen und Tausende Meilen migrieren. Beispiele sind der Goldene Dorado in Südamerika und tropische Aale in Ozeanien.
Der Bericht betont. Dass wandernde Fischarten nicht nur für die Nahrungssicherheit, sondern auch für kulturelle und spirituelle Praktiken vieler Gemeinschaften unverzichtbar sind. Michele Thieme. Stellvertretende Leiterin für Süßwasser bei der World Wildlife Fund US, erklärte, dass der Goldene Mahseer, der im Himalaya als „Tiger des Flusses“ bezeichnet wird, eine bedeutende kulturelle Wertschätzung genießt, die über seine wirtschaftliche Bedeutung hinausgeht.
Thieme erklärte. Dass der Goldene Mahseer erheblichen Bedrohungen durch Überfischung und Lebensraumverlust ausgesetzt ist; Lebensraumverlust umfasst Staudämme, die Fluss-systeme fragmentieren und den natürlichen Fluss verändern, wodurch Fische nicht mehr zu ihren Brutgebieten gelangen können. Diese Störung kann schwerwiegende Folgen für die Fähigkeit der Fische haben, sich zu reproduzieren und zu überleben.
Herausforderungen für Fischmigration
Dr. Janina Gray, Leiterin der Wissenschaft bei der Umweltorganisation WildFish, stellte fest, dass Fische in Europa im Durchschnitt alle 0,9 Kilometer auf ihrer Migration auf Hindernisse stoßen. Diese Hindernisse umfassen oft kleine Schächte oder Wehre, die nicht mehr in Gebrauch sind, aber dennoch die freie Bewegung der Fische behindern; Gray erklärte, dass die kumulative Wirkung dieser Hindernisse enorm sein kann und den Energievorrat wandernder Fische erheblich beeinträchtigen kann.
Dieser Energieverlust macht Fische anfälliger für Krankheiten und Raubtiere, und sie können unter suboptimalen Bedingungen laichen. Der Bericht betont die Dringlichkeit, diese Hindernisse zu beseitigen, um wandernde Fischpopulationen zu schützen und deren Überleben zu sichern.
WildFish setzt sich für die Entfernung überflüssiger Hindernisse ein, um die Fischmigration zu verbessern. Gray betonte, dass einzelne Hindernisse zwar gering wirken können, aber ihre gesamte Auswirkung auf Fischpopulationen erheblich ist. Die Entfernung dieser Hindernisse könnte helfen, natürliche Migrationsmuster wiederherzustellen und die Erholung gefährdeter Arten zu unterstützen.
Internationale Zusammenarbeit und zukünftige Schritte
Der Bericht betont auch die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit, um den Rückgang wandernder Fischpopulationen zu bekämpfen. Prof. Hogan betonte, dass die meisten Arten während ihrer Migration nationale Grenzen überqueren und koordinierte Bemühungen zwischen Regierungen erforderlich sind, um Bedrohungen zu bekämpfen und den Erhalt nationaler Fischbestände sicherzustellen.
Die Konvention zur Erhaltung wandernder Tierarten (CMS), ein globales UN-Abkommen, das 1979 unterzeichnet wurde, verpflichtet die Länder, gemeinsam wandernde Tierarten zu schützen. Die Vereinten Nationen schlagen nun vor, die 30 Fischarten in die CMS aufzunehmen, was bei der jährlichen Tagung der Organisation in drei Jahren erfolgen soll.
Amy Fraenkel, die UN-Exekutivsekretärin der CMS, wies darauf hin, dass sich der Fokus bisher auf sichtbarere Arten wie große Katzen, Antilopen, Wale und Delphine konzentrierte. Sie erklärte, dass es nun an der Zeit sei, wandernde Süßwasserfische von koordinierten Maßnahmen und internationaler Unterstützung zu profitieren.
Der Saiga-Antilope ist ein Beispiel für eine Art, die sich erfolgreich von einer nahezu ausgestorbenen Krise erholt hat. Im Jahr 2015 erlitt die Antilope einen Massentod, doch die Gründung einer internationalen Antipoaching-Gruppe führte zur Erholung von mehr als einer Million Individuen. Dieser Erfolg zeigt das Potenzial koordinierter Bemühungen, um gefährdete Arten zu schützen und zu erholen.
Der Bericht ruft zu mehr Aufmerksamkeit für die Notlage wandernder Süßwasserfische auf, die lange Zeit übersehen wurden, obwohl sie ökologische und kulturelle Bedeutung haben. Durch das Beheben der Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind, einschließlich Lebensraumverlust und Überfischung, können globale Schutzmaßnahmen helfen, ihre Überlebenseinstellung sicherzustellen und die Vorteile, die sie für menschliche Gemeinschaften bieten, fortzusetzen.
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