New York — Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0,08 Prozent auf 49.571,92 Punkte zur Eröffnung um 15.30 Uhr Ortszeit. Der S&P 500 gewann 0,18 Prozent auf 6.855,48 Punkte, der Nasdaq Composite 0,23 Prozent auf 22.629,85 Punkte.
Händler ignorierten Zögern vor KI-Übertreibungen, die die Märkte zuvor belasteten. Technologieaktien führten. Nvidia kletterte kurz nach Start um 0,4 Prozent und erholte sich von einem Zwei-Tage-Rückgang durch Überbewertungsängste bei KI-Werten. Microsoft und Alphabet legten je 0,2 bzw. 0,3 Prozent zu, hieß es bei FactSet-Daten.
Alle Augen richten sich auf die Protokolle der Fed-Sitzung vom Januar um 20 Uhr MEZ. Die Zentralbank hielt die Leitzinsen bei 4,25-4,50 Prozent, signalisierte aber keine Eile bei Senkungen. Goldman-Sachs-Ökonomen erwarten, dass einige Politiker Zinssenkungen ab März prüfen, falls Inflationsdaten mitspielen.
“Die Protokolle könnten klären, wie viele Fed-Mitglieder Senkungen in diesem Jahr sehen”, sagte Michael Feroli, Chefökonom für die USA bei JPMorgan Chase. Er verwies auf den Dezember-Verbraucherpreisindex von 2,4 Prozent im Jahresvergleich, der milder als erwartet ausfiel.
Außer Fed-Beobachtern beschäftigten Unternehmensbilanzen. Delta Air Lines stieg um 1,2 Prozent nach besseren Quartalszahlen und Wiederaufnahme der Prognose. Das Unternehmen erwartet Umsatzplus von 4-6 Prozent für 2026. United Airlines gewann 0,9 Prozent mit.
Energieaktien hinkten nach. Exxon Mobil fiel um 0,1 Prozent, als Rohöl-Futures um 0,5 Prozent auf 75,20 Dollar sanken. Zweifel an chinesischer Nachfrage belasteten. Der Sektor bremste den Dow, wo Boeing um 0,3 Prozent nachließ wegen Produktionsproblemen bei der 737 MAX, wie Firmenangaben zeigen.
US-Staatsanleihenrenditen sanken leicht, die 10-Jahres-Rendite auf 4,12 Prozent minus 2 Basispunkte. Das stützte Anleihenkurse und spiegelt Wetten auf Fed-Entspannung. Der US-Dollar-Index verlor 0,1 Prozent gegenüber Hauptwährungen.
Asiatische Märkte schlossen über Nacht gemischt. Der Nikkei 225 in Tokio stieg um 0,6 Prozent dank Exporteure, der Hang-Seng in Hongkong fiel um 0,4 Prozent durch Immobilienprobleme. Europäische Börsen starteten flach, der FTSE 100 in London plus 0,1 Prozent.
Der Februar begann stark für US-Aktien nach turbulentem Januar. Der S&P 500 liegt 8 Prozent über Jahresende, getragen von KI-Euphorie trotz Rücksetzer. Um die Mittagszeit wurden 1,2 Milliarden Aktien gehandelt, unter dem Tagesdurchschnitt von 1,5 Milliarden, zeigten NYSE-Daten.
Fed-Chef Jerome Powell betonte letzte Woche, Politiker bräuchten mehr Belege für anhaltende Desinflation vor Lockerungen. Märkte kalkulieren drei Viertelpunktsenkungen bis Jahresende ein, nach CME FedWatch Tool. Die Protokolle könnten das verändern.
Privat-Anleger kauften gedämpfte Titel. GameStop sprang um 4 Prozent durch Social-Media-Hype wie 2021. AMC Entertainment stieg um 2,5 Prozent.
Barclays-Analysten sehen Rallye breiter werden jenseits Megacaps. “Small Caps sind bereit für Aufholjagd bei fallenden Zinsen”, schrieb Stratege Jason Ware am Dienstag an Kunden.
Optionshandel im Tech-Sektor explodierte. Bei Tesla überstiegen Puts nachbörslich Calls im Verhältnis 2:1, was Vorsicht vor nächsten Wochen-Ergebnissen signalisiert.
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