Die Philippinen haben ein am 10. Juli von China Daily veröffentlichtes Video verurteilt, das sie als rassistische und verachtenswerte Propaganda bezeichnen, meldet die BBC. Das Video zeigt einen Affen in einem philippinischen Hemd, der schreit, während Arme mit japanischen und US-Flaggen ihn auf eine wacklige Karaoke-Bühne in einem Boot schieben. Nachdem der Affe das falsche Lied singt, zieht er ein Blatt mit der Aufschrift „South China Sea Arbitration Award“ hervor, wird ins Meer geworfen und von einem Wasserwerfer kritisiert.
Südchinesenkrimi: Spannungen steigen
Im Streit um das Territorium des Südchinesischen Meeres sind in den letzten Jahren immer wieder Spannungen zwischen philippinischen und chinesischen Schiffen entstanden, berichtet die BBC. Im Mittelpunkt der Spannungen zwischen Manila und Peking stehen die Spratly-Inseln und das Scarborough-Riff (Huangyan-Insel in China), das etwas mehr als 160 Kilometer von den Philippinen und 800 Kilometer von China entfernt liegt.
Philippinische Reaktion
„Streitigkeiten im Rechts- und Politikbereich rechtfertigen keine provokativen Bilder, die in der öffentlichen Debatte eines verantwortungsvollen Staates keinen Platz haben“, sagte das philippinische Außenministerium und forderte, das Video zu entfernen. „Solche Bilder und Fehlinformationen tragen nur dazu bei, das Misstrauen zwischen den Philippinen und China zu verstärken“, fügte es hinzu.
Das philippinische Verteidigungsministerium bezeichnete das Video als „verachtenswerte Propaganda“ und betonte, dass es „die moralische und intellektuelle Bankrotterklärung der chinesischen Propagandamachine“ zeige. Vor einer Woche jährte sich das zehnte Jubiläum des Urteils des Internationalen Schiedsgerichts in Den Haag ab, das auf Seiten der Philippinen entschied und feststellte, dass Chinas weitreichende Forderungen im Südchinesischen Meer keine rechtliche Grundlage haben. Peking ignorierte das Urteil und behauptet, das Gericht habe keine Zuständigkeit.
Historischer und politischer Hintergrund
Verteidigungsminister Gilbert Teodoro sagte: „Die jüngsten Ausbrüche des schizophrenen Verhaltens der chinesischen Kommunistischen Partei sind zu offensichtlich, um ignoriert zu werden.“ Das Video ist bis zum Zeitpunkt der Redaktion auf der Facebook-Seite von China Daily verblieben.
Kommentare
Noch keine Kommentare
Be the first to share your thoughts