Drei Gemälde wurden in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus einem Museum für den französischen Impressionisten Pierre-Auguste Renoir im Süden Frankreichs gestohlen.
Einbruch in Cagnes-sur-Mer
Zwei Täter brachen am Dienstag kurz vor 6 Uhr Ortszeit (04:00 Uhr MEZ) in das Museum in Cagnes-sur-Mer, in der Nähe von Nizza, ein und stahlen vier Bilder, wie Bürgermeister Bryan Masson in einer Social-Media-Verlautbarung mitteilte.
„Die beiden Täter wurden durch die Videoüberwachung der Stadt entdeckt. Sie flohen, wobei sie eines der gestohlenen Bilder zurückließen“, sagte Masson. Sein Amt schätze den Wert der gestohlenen Werke auf 9 Millionen Euro (10,5 Mio. Dollar).
„Mit dem Angriff auf das Renoir-Museum wird ein Stück Geschichte und Kulturerbe von Cagnes-sur-Mer angegriffen. Diese Handlungen sind besonders schwerwiegend.“
Museum und Sammlung
Masson nannte keine Namen der gestohlenen Bilder. Das Renoir-Museum wurde 1960 in dem Haus eröffnet, in dem Renoir bis zu seinem Tod im Jahr 1919 lebte.
Die Sammlung umfasst Gegenstände und Möbel, die Renoir gehörten, darunter seinen Staffelei und seinen Rollstuhl, sowie 13 Gemälde und etwa 40 Skulpturen des Künstlers.
Der Bürgermeister berichtete, dass die Behörden innerhalb von fünf Minuten reagiert hätten. „Der Museumsalarm ging um 5:48 Uhr los. Um 5:53 Uhr, also fünf Minuten später, waren unsere städtischen Polizisten vor Ort“, sagte er.
Ermittlungen und Hintergrund
Die Ermittler fanden zwei Reißverschlusstaschen im Museumsgarten, die möglicherweise den Verdächtigen gehörten. Die Untersuchung leitet die Unterdirektion für organisierten Kriminalität und spezialisierte Delinquenz in Frankreich.
Der Diebstahl erfolgte weniger als ein Jahr nachdem acht Objekte im Wert von etwa 100 Mio. Dollar bei einem Überfall in der Tageszeit aus dem berühmten Louvre-Museum in Paris gestohlen wurden. Vier der vermuteten Täter aus dem Louvre-Überfall wurden festgenommen, doch die gestohlenen Gegenstände wurden bislang nicht gefunden, obwohl französische Ermittler umfassend in der Region Paris suchten und mit Polizei in Belgien, Italien und anderen Ländern kooperierten.
Kommentare
Noch keine Kommentare
Be the first to share your thoughts