Ein neuer Dokumentarfilm von Nathan Fielder und Lance Oppenheim, betitelt You Can See Everything, beleuchtet das Leben von Elizabeth Holmes in den Tagen vor ihrer 11-jährigen Haftstrafe wegen Betrugs an Theranos-Investoren. Der Film, produziert von A24, wurde 2023 gedreht und bietet eine drei Stunden lange, beunruhigende Darstellung von Holmes, die versucht, sich zu rehabilitieren, wie The New York Times berichtet.

Beunruhigende Darstellung von Holmes

Fielder, der für seine komischen Rollen bekannt ist, spielt eine zentrale Rolle im Trailer, den A24 veröffentlichte; In einem engen Aufnahmefenster blickt Holmes direkt in Fielders Augen und fragt: „Warum sollte ich Sie täuschen? Ich habe keinen Grund dazu.“ Der Trailer enthüllt nicht viel, zeigt aber „neue Rekonstruktionen“ sowie Holmes’ intensive Gespräche mit Fielder, wie The New York Times berichtet.

Geheime Dreharbeiten und Premiere in Telluride

Der Dokumentarfilm wurde in Geheimhaltung in Holmes’ Haus gedreht, nur 36 Tage bevor sie ihre 11-jährige Haftstrafe begann; Fielder und sein Team lebten einige Tage lang mit Holmes und ihrem Partner Billy Evans sowie deren zwei Kindern. Die Premiere des Films beim Telluride Film Festival überraschte das Publikum, da die Zuschauer erst im Theater erfuhren, über wen der Film handelt, wie Morning Brew berichtet.

In einer Q&A-Session nach dem Film sagte Fielder: „Ich kämpfe bis heute darum, zu verstehen, was ich erlebt habe.“ Der Film enthält angeblich Wendepunkte und Erkenntnisse, die über die bisherigen Berichte in Langform-Artikeln, Büchern, Podcasts und einer Hulu-Serie hinausgehen. Viele Zuschauer der Telluride-Vorstellung beschrieben den Film als etwas, das sie noch nie gesehen hatten.

Dreijährige Reise und unkonventionelles Format

Der Dokumentarfilm beginnt 34 Tage vor dem geplanten Beginn von Holmes’ Haftstrafe und folgt ihr über einen Zeitraum von drei Jahren; Was zunächst eine intime Studie eines betrügerischen Täuschers ist, entwickelt sich langsam zu einer längeren und unkonventionelleren Reise, wie Hypebeast berichtet. Der Film beschränkt sich nicht nur auf die Zeit vor der Haftstrafe, sondern deckt auch die folgenden Jahre ab, was eine komplexere und beunruhigendere Erzählung als bei typischen Dokumentationen liefert.

Fielder und Oppenheim sind bekannt für Grenzen überschreitende, schwer einzuordnende Werke; Der Film unterstreicht ihre Reputation, statt sie zu glätten, wie Hypebeast.KR bemerkt, as Der Trailer betont die angespannte Dynamik zwischen Holmes und den Filmemachern, wobei beide sich direkt in die Augen blicken und sich gegenseitig beurteilen. Holmes behauptet, sie habe keinen Grund zu täuschen, während Fielder ihre Behauptungen stetig infrage stellt.

Der Film klärt auch langanhaltende Spekulationen über Fielders Zusammenarbeit mit Holmes, while Bisher war vermutet worden, dass Fielder Interviews mit ihr führte und sie im Gefängnis besuchte, um an einem geheimnisvollen Projekt zu arbeiten. Die Veröffentlichung des Dokumentarfilms bestätigt diese Gerüchte und enthüllt die wahre Natur ihrer Zusammenarbeit.

Holmes’ Begeisterung für diese Darstellung steht im Kontrast zu ihren früheren öffentlichen Auftritten — Angesichts der früheren öffentlichen Faszination mit Holmes und Theranos wird das neueste Kapitel vermutlich viele neugierige Zuschauer anziehen.