US- und chinesische Beamte beendeten achtstündige Gespräche in New York vor dem Trump-Xi-Gipfel, wobei die Trump-Regierung einen neuen Mechanismus für den Austausch von Informationen zu ernsten KI-Bedrohungen vorschlug, wie Al Jazeera meldete. US-Treasurer Scott Bessent bezeichnete die Diskussionen als „sehr erfolgreich“ und betonte die Notwendigkeit der Transparenz zwischen den weltweit führenden KI-Mächten. Der vorgeschlagene Systemeinschluss umfasst einen Benachrichtigungsmechanismus für Vorfälle, die nationale Sicherheitsbedenken aufwerfen. Es wurden jedoch keine bedeutenden Vereinbarungen bekanntgegeben, und Exportkontrollen für fortschrittliche KI-Chips und Halbleiterausrüstung standen nicht im Mittelpunkt der Gespräche.
Bessent traf sich mit dem chinesischen Vizepremier He Lifeng, wobei auch US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer und Chinas Chef-Handelsverhandler Li Chenggang anwesend waren. Bessent hob die Bedeutung der Kommunikation zwischen den beiden führenden KI-Mächten hervor, um gemeinsame Ziele und Bedrohungen zu bewältigen, doch konkrete Details des vorgeschlagenen KI-Dialogs wurden nicht preiszugeben.
Krieg in der Ukraine und US-Mediation
Ukrainischer Präsident Volodymyr Zelensky kündigte ein geplantes Treffen mit Donald Trump in New York an, bei dem beide Anwesende die Generalversammlung der Vereinten Nationen besuchen. Zelensky schrieb in einer Telegram-Nachricht, das Treffen könnte helfen, die direkten Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau wiederzubeleben, wie Spiegel.de berichtete. Zelensky betonte, dass der Friedensprozess die höchste Priorität habe, insbesondere nachdem US-Mediatoren Steve Witkoff und Jared Kushner im Laufe des Monats Kiew und Moskau besucht hatten. Er erwähnte zudem, dass es Ideen für Entspannung und Sicherheitsmaßnahmen gebe, doch keine konkreten Pläne wurden preiszugeben.
Russland hat signalisiert, dass es an Gesprächen im Oktober interessiert sei, doch Verhandlungen sind in der Vergangenheit stets stocken geblieben. Zelensky sagte, Kiew sei bereit, „ernsthafte Schritte“ für den Frieden zu unternehmen, gab aber keine weiteren Details bekannt. Die USA spielen eine zunehmende Rolle bei Mediationsbemühungen, wobei Witkoff und Kushner zudem an Friedensgesprächen im Nahen Osten beteiligt waren, wie Süddeutsche Zeitung meldete.
Trump’s Rede bei der UN-Generalversammlung
Trump wird voraussichtlich bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York sprechen, wo auch Führer aus Iran, Israel und Südkorea ihre Rede halten werden, wie Yonhap News berichtete. Iraens Präsident Ebrahim Raisi und Zelensky sind für den 23. September vorgesehen, während israelischer Ministerpräsident Benjamin Netanyahu am 24. September sprechen wird. Netanyahu bestätigte seine Absicht, an der Versammlung teilzunehmen, obwohl er zuvor von New Yorks Bürgermeister Eric Adams eine Bedrohung erhalten hatte. Palästinensischer Präsident Mahmoud Abbas wird aufgrund von Visumproblemen eine Videobotschaft abliefern.
Nordkorea wird ebenfalls eine Erklärung abgeben, wobei der stellvertretende Außenminister die Haltung seines Landes wiederholen wird, dass die Entwaffnung nicht zum Verhandlungstisch gehört. Chinas Präsident Xi Jinping und Russlands Präsident Wladimir Putin werden die Versammlung nicht besuchen, was ihre Abwesenheit von den hochrangigen Treffen seit 2015 fortsetzt.
Auch hochrangige Diskussionen zu KI und internationaler Sicherheit sind geplant, wobei eine von der UN gesponserte hochrangige Sitzung zum KI-Handeln am 23. September stattfinden wird. Das Event wird Experten wie Yoshua Bengio und Sam Altman beinhalten, die über politische und regulatorische Rahmenbedingungen für KI-Entwicklung sowie Bedenken bezüglich der Meinungsfreiheit sprechen, wie Yonhap berichtet.
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