Die Feuer entstehen in unvorhersehbaren Wetterbedingungen. Wenn die Luft aufsteigt, kühlt sie ab und der Wasserdampf kondensiert zu Wolken — Ist das Feuer stark genug und die Atmosphäre instabil, kann sich eine Cumulonimbuswolke bilden, wie sie auch bei Gewittern vorkommt. Diese Wolken können Blitze erzeugen, die neue Brände auslösen und es erschweren, die Feuer zu kontrollieren. Zudem können Hagel und Regen auftreten. Solche Extrembedingungen machen die Brände besonders schwer zu bekämpfen.
Um die Brände zu bekämpfen, setzt Frankreich Flugzeuge mit Brandbekämpfungsmittel ein. Dazu zählen auch Canadair-Flugzeuge, die in 12 Sekunden 6.000 Liter Wasser aus Seen oder dem Meer aufnehmen und direkt auf die Brände abwerfen können. An besonders gefährlichen Tagen patrouillieren beladene Flugzeuge bereits vor Meldung von Bränden in Risikogebieten, sodass sie binnen Minuten nach einem Sichtkontakt reagieren können. Oft fliegen die Flugzeuge in ständiger Rotation, während Brandbekämpfungsmittel entlang der Feuerkante verteilt werden und Bodenteams die Flammen direkt bekämpfen.
In der Region Gironde sind etwa 2.500 Feuerwehrleute, 1.500 Soldaten und 1.200 Polizisten und Gendarmen im Einsatz, um die Brände zu bekämpfen. Jean Luc Gleyze, ein Gironde-Beamter, sagte der BBC, dass die Behörden nicht genügend Personal und Ausrüstung haben. „Wir haben nicht genug Leute und nicht genug Fahrzeuge. Sogar Frankreich hat nicht genug“, sagte er. In der Gemeinde Lacanau wurden Bulldozer, Bagger und Kettenbagger eingesetzt, um eine Brandschneise zu schneiden, die an einigen Stellen 100 Meter (328 Fuß) breit ist, berichten französische Medien. Eine Brandschneise ist ein Streifen Land, von dem alle Pflanzen entfernt wurden, um das Feuer zu stoppen – also das Brennmaterial, bevor das Feuer es erreichen kann.
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