Ex-Gouverneur Okoth Obado hat öffentlich auf Vorwürfe reagiert, wonach seine Familie versuche, 900 Acker Land in Nyatike, Migori, für Bergbau und Baumwollproduktion unrechtmäßig zu erwerben. Der ehemalige Gouverneur beschuldigte Kritiker, falsche Informationen zu verbreiten und unnötige Spannungen um das Thema zu schaffen. Er betonte, dass das Land seit Jahren brachliege und seine Absicht sei, es in eine wirtschaftlich tragfähige Gemeinschaftsressource zu verwandeln.
Umstrittener Vertrag und politische Spannungen
Die Regierung von Migori County hat einen 30-jährigen Landvertrag mit Global Search Solutions Limited vorgeschlagen, einem Unternehmen, das von Hellen Odhiambo, Obados ehemaligen Ehefrau, besitzt. Der Plan löste jedoch Kritik aus, insbesondere von lokalen Führern wie dem Abgeordneten Tom Odege aus Nyatike, der eine Untersuchung des Vertrags forderte. Odege argumentierte, dass das Land Teil des Macalder-Goldgürtels sei, einer Region, die reich an Mineralien sei und für den Nutzen des Landes und zukünftiger Generationen erschlossen werden sollte.
Odege legte eine Erklärung vor, in der er die Landeskommission des Nationalen Parlaments um eine detaillierte Erklärung von der Landesregierung und der Nationalen Landeskommission (NLC) bat. Er betonte die Verfassungspflicht gemäß Artikel 69, sicherzustellen, dass natürliche Ressourcen für den öffentlichen Nutzen genutzt werden.
Obado, der von 2013 bis 2017 Gouverneur von Migori County war, verteidigte den Vertrag als rechtmäßige und legitime Aktivität. Er verglich ihn mit der Praxis der Regierung, staatliche Unternehmen zu verleihen, um deren Leistung zu verbessern. Er fügte hinzu, dass ein Teil des Landes bereits an eine Person für Sisalbau verliehen worden sei, was darauf hindeute, dass das Land nicht vollständig brachliege.
Wirtschaftliche Vision und Kritik
Obado betonte, dass sein Ziel nicht darin bestehe, sich selbst zu bereichern, sondern Arbeitsplätze für die Jugend in Migori zu schaffen. Er argumentierte, dass das Land seit Jahren brachliege und der lokalen Wirtschaft nichts beigebracht habe. Er behauptete, die Kritik an ihm sei politisch motiviert, mit einigen Führern, die das Thema nutzen, um Popularität zu gewinnen.
Der ehemalige Gouverneur hat bereits Mitglieder der Öffentlichkeit über seine Pläne zur Nutzung des Landes befragt und sagte, dass deren Rückmeldung die nächsten Schritte bestimmen werde. Er bat auch die Landesregierung, ihm die Nutzung des Landes zu erlauben, sobald die Nationalen Landeskommission ihre Zustimmung erteile.
Obado betonte, dass das betreffende Land keine aktuellen Bewohner habe und nicht für irgendeine wirtschaftliche Aktivität genutzt werde. Er wies Bedenken hinsichtlich der Verdrängung zurück und erklärte, dass sein Plan niemanden aus seinem Zuhause verdränge.
Er betonte weiter, dass das Land ein großes Potenzial für wirtschaftliche Transformation habe und lokale Führer die breiteren wirtschaftlichen Vorteile berücksichtigen sollten, wenn sie den Vorschlag bewerten. Obado ist aktiv an verschiedenen wirtschaftlichen Aktivitäten auf kleiner Ebene beteiligt und hat sie genutzt, um Gemeinschaften zu stärken. Er sagte, dass er seine Bemühungen ausweiten würde, wenn ihm die Gelegenheit gebe, das Land für die Entwicklung zu nutzen.
Wirtschaftliche Chancen und Umweltbedenken
Migori ist bekannt für seine bedeutenden Goldvorkommen, und der informelle Goldabbau in der Region ist ein wichtiger wirtschaftlicher Treiber. Der Sektor ist jedoch weitgehend unreguliert und birgt schwere Umwelt- und Gesundheitsrisiken. Bergarbeiter verwenden primitive Werkzeuge und Quecksilber zur Verarbeitung, was zu Gesundheitsproblemen und Umweltverschlechterung führt.
Obado erkannte das Potenzial des Landes, erhebliche wirtschaftliche Erträge zu erzielen, betonte jedoch, dass Kenianer nicht auf ausländische Expertise vertrauen sollten, um die Ressourcen zu erschließen. Er kritisierte die Vorstellung, dass Ausländer besser im Bergbau seien, und argumentierte, dass Kenianer die Herausforderung übernehmen sollten, den Sektor lokal zu entwickeln.
Der ehemalige Gouverneur appellierte an politische Führungen, Initiativen zur Nutzung Kenias natürlicher Ressourcen für den Nutzen der Bevölkerung zu unterstützen. Er betonte auch die Notwendigkeit, Kleinbergbauern mit besseren Werkzeugen und sichereren Arbeitsbedingungen zu stärken.
Obado erwähnte, dass Global Search Solutions Limited bereits seit Jahren besteht und früher als Beratungsfirma tätig war. Er glaubt, dass der aktuelle Zeitpunkt günstig sei, um Kenias natürliche Ressourcen vollständig zu erschließen, und dass die Regierung solche Initiativen unterstützen sollte.
Trotz der Kontroversen bleibt Obado seiner Vision treu, das Land für wirtschaftliche Entwicklung zu nutzen. Er hat das Nationale Parlament aufgefordert, die breiteren Auswirkungen des Vertrags zu berücksichtigen, einschließlich seiner Beiträge zur Stärkung der lokalen Gemeinschaften und zur Formalisierung des Bergbaus.
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