JOHANNESBURG — Autofahrer riskierten ihr Leben, als sie den überfluteten Sand River bei Skukuza im Kruger-Nationalpark in Limpopo überquerten. Starkregen peitschte die Region.
Parlamentsmitglieder dokumentierten ähnliche Gefahren in mehreren Bezirken. Die Woche lange Visite begann am 1. Februar.
In Matsakali im Collins-Chabane-Distrikt stand eine alleinerziehende Mutter mit drei Kindern inmitten der Trümmer ihres Hauses. Sie verbrannte durchweichte Matratzen. Laut Delegation aus dem Portfolio Committee und Select Committee on Cooperative Governance and Traditional Affairs erlebten sie solche Szenen mehrmals.
Straßen waren zerstört. Brücken gebrochen. Entwässerungssysteme versagt. Gemeinden blieben von Kliniken und Schulen abgeschnitten.
Am Tag nach dem Matsakali-Besuch lieferten Bürgermeister von Collins Chabane Local Municipality und Vhembe District Municipality Lebensmittel und Hilfsgüter. Die Delegation hatte dies gefordert, teilten Beamte mit.
In Tshakuma im Makhado Local Municipality lagen Häuser auf einer Flussaue. Die Gruppe erklärte, Kommunen müssten über Notmaßnahmen hinaus handeln. Umsiedlung auf von der Department of Human Settlements ausgewiesenes Land erfordere dringende Planung.
Das Team traf Kommunalpolitiker, Provinzbehörden, traditionelle Führer und Bewohner. Es prüfte Erholungspläne, Schadensminderung und Reparaturen. Vor-Ort-Einblicke zeigten chronische Probleme: unterfinanzierte Wartung, fehlerhafte Landnutzungsplanung und mangelnde Abstimmung mit Einheimischen.
Die Katastrophenhilfe sei zu reaktiv, hieß es in der Delegation. Vorhersehbare Regenfälle würden tödlich durch verstopfte Abflüsse und vernachlässigte Brücken. Kommunen müssten Abwassersysteme, Straßen und Dienste priorisieren. Regelmäßige Wartung spare Kosten und Leben.
Überschwemmungen wiederholen sich in mehreren Provinzen. Schwache Raumplanung erlaube Siedlungen in Risikozonen. Durchsetzbare Satzungen könnten das stoppen, erklärte die Delegation. Umfassende Flussauen-Kartierung mit Risikodaten und Klimaprognosen sei essenziell.
Gemeinden und traditionelle Führer kennen vergangene Überschwemmungen. Ihre Expertise müsse Planungen prägen. Verbindliche Vorschriften banden Behörden. Alle Regierungsebenen brauchten Abstimmung mit technischer Hilfe und Bürgerbeteiligung.
Frühwarnsysteme müssten Handlungen auslösen. Saisonale Checks und verknüpfte Maßnahmen schafften Vorbereitung. Die Schäden in Limpopo und Mpumalanga markierten einen Wendepunkt. Zunehmende Wetterextreme prüften die Regierungsfähigkeit.
Dr. Zweli Mkhize, Vorsitzender des Portfolio Committee on Cooperative Governance and Traditional Affairs, leitete die Delegation. Vernachlässigung verschärfe Klimafolgen, erklärte er. Grundlagen wie widerstandsfähige Bauten, durchgesetzte Regeln und Gemeindebindung seien entscheidend. Prävention besiege endlose Sanierungen. Die Umsetzung beginne jetzt.
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