Bei einem Spiel in der norwegischen Eliteserien zwischen Tromsø und Bodo/Glimt brach ein Teil der Tribüne für die Heimfans zusammen. Das Spiel wurde kurz vor der Halbzeitpause unterbrochen, nachdem Torhüter Nikita Haikin den Schiedsrichter auf das Problem aufmerksam gemacht hatte. Ein Fan wurde ins Krankenhaus gebracht, weitere fünf Personen stürzten angeblich durch die Tribüne, wie Simen Pedersen, Pressesprecher von Bodo/Glimt, bestätigte.
Unfall während Fanlied
„Wir standen und sprangen rhythmisch zum Fanlied, als die Tribüne vor uns plötzlich brach“, sagte Andrine Moen, eine Bodo-Anhängerin, dem norwegischen Blatt Verdens Gang (VG). „Zumindest zwei Personen stürzten durch die Tribüne, doch wir wissen nicht, wie weit sie fielen oder wie viele es insgesamt waren.“
Tromsø bestätigte den Vorfall in einer Erklärung: „Es gab einen schweren Zwischenfall in der Tribüne während des Spiels zwischen TIL und Bodo/Glimt. Erste Informationen besagen, dass eine Person durch die Tribüne stürzte und verletzt wurde.“ Weitere Einzelheiten zu den Verletzungen wurden nicht genannt.
Spiel nach Sicherheitsüberprüfung fortgeführt
Nach Beratungen zwischen den beiden Teams, dem norwegischen Fußballverband (NFF), den Fans und der Polizei wurde das Spiel fortgeführt. Die Bodo-Anhänger wurden angewiesen, die betroffene Tribüne zu verlassen und sich in anderen Bereichen des Stadions aufzustellen. Bodo/Glimt gewann das Spiel mit 2:0, nachdem Ola Brynhildsen nach Wiederbeginn zwei Tore erzielte. Damit übernahm der Verein vorerst die Tabellenführung der Eliteserien vor Viking Stavanger.
Das Spiel fand bei starkem Regen im Romssa Arena in Tromsø statt, dem nördlichsten Stadion der norwegischen Eliteserien. Der Spielstand war 0:0, als das Spiel unterbrochen wurde. Die Saison der Eliteserien endet voraussichtlich in der ersten Woche im Dezember. Derzeit kämpfen Bodo/Glimt und Viking um den Meistertitel.
Fragen zur Stadion Sicherheit
Der Vorfall hat Fragen zur Sicherheit der Stadien aufgeworfen. Die Tribüne für die Heimfans wird in der norwegischen Bundesliga üblicherweise genutzt. Tromsø und Bodo/Glimt haben bislang keine offiziellen Updates zu der Baustelleninspektion oder den Ursachen des Zusammenbruchs veröffentlicht. Der norwegische Fußballverband NFF hat bislang keine öffentlichen Kommentare abgegeben.
Der Pressesprecher von Bodo/Glimt bestätigte gegenüber Reuters, dass bis zu fünf Personen stürzen könnten, wobei eine Person ins Krankenhaus gebracht wurde. Weitere Informationen zum Zustand des verletzten Fans wurden nicht bekannt gegeben. Tromsø-Fans wurden gebeten, während der zweiten Halbzeit Platz für die verdrängten Bodo-Anhänger zu machen.
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