Zwei Züge kollidieren in Giza, Ägypten, und töten mindestens vier Menschen. Der Zusammenstoß ereignete sich am Sonntag im Distrikt al-Ayyat, etwa 32 Meilen südlich von Kairo. Ein Zug aus Richtung Fayoum stieß mit dem Heck eines Zuges zusammen, der nach Assuan unterwegs war.

Das Verkehrsministerium bestätigte den Unfall, gab aber nicht an, welcher Zug abgekuppelt wurde. Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass einer der Zugführer unter den Toten sei. Mindestens 88 Menschen wurden verletzt. Mehr als 70 Ambulanzen wurden eingesetzt, um die Verletzten in drei verschiedene Krankenhäuser zu bringen. Die ägyptischen Nationalbahnen schickten Notdienste und Kranen, um die Schadensstelle zu räumen und den Betrieb wieder aufzunehmen.

Präsident Abdul Fattah al-Sisi teilte mit, er verfolge den Vorfall „mit großer Sorge“ und habe den Behörden aufgegeben, eine Untersuchung einzuleiten und „alle zu verantwortlich zu machen, die nachlässigt wurden“. Er kondolierte den Familien der Opfer und wünschte den Verletzten eine schnelle Genesung.

Der Unfall ereignete sich in al-Ayyat, einem Distrikt mit Vorgeschichte schwerer Eisenbahnunfälle. Im Jahr 2002 starben über 370 Menschen in einem Brand auf einem Zug im gleichen Gebiet, 2009 töteten mehrere Zusammenstöße Dutzende. Im September letzten Jahres kollidierten zwei Güterzüge in dem Distrikt, wobei ein Zugführer und sein Assistent verletzt wurden.

Ägypten investierte in den letzten zehn Jahren Milliarden in die Verkehrsinfrastruktur, darunter neue Autobahnen und Hochgeschwindigkeitsstrecken. Doch weite Teile des traditionellen Schienennetzes sind veraltet, obwohl sie für die 110 Millionen Einwohner des Landes von großer Bedeutung sind.

Die Ursache des Zusammenstoßes wird noch untersucht. Das Verkehrsministerium hat noch keine Details zu den Umständen des Unfalls veröffentlicht, betonte aber, dass eine rasche und gründliche Untersuchung notwendig sei.

Gesundheitseinrichtungen in den Gouvernements Giza und Beni Suef wurden in Bereitschaft versetzt, um die Verletzten zu unterstützen. Das Gesundheitsministerium teilte mit, es werde den Zustand der Verletzten weiter beobachten und umfassende medizinische Betreuung gewährleisten.

Es gibt Diskrepanzen in der Anzahl der Berichte zu den Opfern. Die Independent, CBS News und The Straits Times berichten über vier Tote und 88 Verletzte. Das Verkehrsministerium hat bislang keine eindeutige Zahl genannt.