Das Financial Action Task Force (FATF) hat Kuwait und Papua-Neuguinea zu den Jurisdiktionen hinzugefügt, die intensiver überwacht werden, was Bedenken wegen strategischer Schwächen in ihren Geldwäschegesetzen und Maßnahmen gegen Terrorismusfinanzierung signalisiert. Die Entscheidung wurde während der Plenartagung des FATF vom 11. bis 13. Februar 2026 getroffen, wie die Reserve Bank of India berichtete.
Strategische Schwächen identifiziert
Das FATF betonte, dass Kuwait und Papua-Neuguinea auf die Liste der intensiven Überwachung gesetzt wurden, nachdem erhebliche Lücken in ihrer Fähigkeit, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Finanzierung der Waffenverbreitung zu bekämpfen, identifiziert wurden. Diese Länder müssen nun zeitlich begrenzte Handlungspläne entwickeln, um diese Probleme zu beheben, wie im öffentlichen Statement des FATF nach der Tagung festgelegt wurde.
Die Liste der „Hochrisikojurisdiktionen, für die Maßnahmen verlangt werden“, bleibt unverändert. Iran und die Demokratische Volksrepublik Korea (DPRK) unterliegen weiterhin Gegenmaßnahmen. Myanmar bleibt nach seiner Aufnahme in die Liste während der Plenartagung im Oktober 2022 unter erhöhten Prüfverpflichtungen.
Auswirkungen auf Handel und Finanzflüsse
Das FATF hat seine Mitglieder und andere Jurisdiktionen angewiesen, Maßnahmen zur intensiveren Prüfung anzuwenden, die dem Risiko entsprechen, das von Myanmar ausgeht. Es betonte jedoch auch, dass Finanzflüsse, die mit humanitärer Hilfe, legitimen gemeinnützigen Organisationen (NPO) und Geldüberweisungen verbunden sind, nicht behindert werden dürfen.
Länder, die auf die sogenannte „Graue Liste“ gesetzt werden, verpflichten sich, Handlungspläne zur Behebung der identifizierten Lücken umzusetzen. Diese Handlungspläne werden in Zusammenarbeit mit dem FATF entwickelt, um ihre Geldwäschegesetze und Maßnahmen gegen Terrorismusfinanzierung zu stärken.
Die aktuelle Liste der Jurisdiktionen unter intensiver Überwachung umfasst 22 Länder, darunter Algerien, Angola, Bolivien und Jemen. Diese Länder haben Handlungspläne mit dem FATF entwickelt, um Schwächen in ihren Systemen zu beheben. Das FATF veröffentlicht regelmäßig Erklärungen, in denen diese Jurisdiktionen detailliert beschrieben werden, als Teil seiner globalen Bemühungen, Länder mit strategischen Schwächen in ihren Geldwäschegesetzen und Maßnahmen gegen Terrorismusfinanzierung zu identifizieren und mit ihnen zusammenzuarbeiten.
Was Analysten sagen
Experten betonen, dass die Entscheidung des FATF, Kuwait und Papua-Neuguinea auf die Graue Liste zu setzen, Teil eines breiteren Trends ist, bei dem Länder mit Schwächen in ihren Finanzsystemen intensiver beobachtet werden. Laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht ist die Anzahl der Länder, die intensiver überwacht werden, in den letzten drei Jahren um 15 % gestiegen.
„Diese Maßnahme unterstreicht die wachsende Bedeutung der globalen Zusammenarbeit im Kampf gegen Finanzkriminalität“, sagte ein Senior Analyst des International Institute for Strategic Studies. „Sie sendet eine klare Botschaft, dass Länder ihre Schwächen beheben müssen, um wirtschaftliche und reputative Folgen zu vermeiden.“
Das FATF ist eine intergouvernementale Organisation, die globale Standards für den Kampf gegen Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und andere Bedrohungen für die Integrität des internationalen Finanzsystems festlegt. Das Plenum, das Entscheidungsgremium des FATF, trifft sich drei Mal im Jahr, um den Fortschritt zu prüfen und diese Listen zu aktualisieren.
Die Auswirkungen dieser Entscheidungen können für gewöhnliche Bürger erheblich sein. Erhöhte Prüfverfahren können zu strengeren Anforderungen an Banken und Finanzinstitutionen führen, was die Zugänglichkeit zu Finanzdienstleistungen beeinträchtigen könnte. In einigen Fällen könnte dies zu Verzögerungen bei Transaktionen oder höheren Kosten für Einzelpersonen und Unternehmen führen.
Was kommt als nächstes für Kuwait und Papua-Neuguinea? Beide Länder müssen detaillierte Handlungspläne an das FATF einreichen, in denen sie darlegen, wie sie die identifizierten Schwächen beheben wollen. Das FATF wird diese Pläne prüfen und Feedback geben, wobei der Fortschritt während der nächsten Plenartagungen bewertet wird. Falls diese Länder ihre Verpflichtungen nicht erfüllen, könnten sie weitere Sanktionen oder auf die Hochrisikoliste verlegt werden.
Die Maßnahmen des FATF werden sich wahrscheinlich auch auf den internationalen Handel und Investitionsfluss auswirken. Länder auf der Grauen Liste könnten es schwerer haben, ausländische Investitionen zu gewinnen oder internationale Finanzmärkte zu erreichen. Dies könnte sich auf ihre Wirtschaften auswirken, insbesondere wenn sie stark auf internationalen Handel und Geldüberweisungen angewiesen sind.
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