FIFA wird von den Generalstaatsanwälten von New York und New Jersey untersucht, nachdem Vorwürfe laut wurden, dass die Organisation Ticketpreise künstlich anhob und Fans über die Sitzplatzverteilung täuschte, berichtete der BBC. Fans erhielten angeblich falsche Informationen durch die Einführung teurerer ‘Front’ Kategorie-Tickets nach den ersten Verkäufen — FIFA-Präsident Gianni Infantino verteidigte die Preise zuvor, indem er sagte, sie spiegelten das ‘absolut verrückte’ Interesse der Öffentlichkeit wider. FIFA hat sich zu den neuesten Entwicklungen nicht geäußert.
Tickernachfrage übertrifft Erwartungen
Mehr als 4,5 Millionen Fans bewarben sich für World-Cup-Tickets 2026 im sogenannten ‘Visa Presale Draw’, wie auf football-asian.com zu lesen ist. Die überwiegende Mehrheit der Anfragen stammte aus den drei Gastgeberländern, angeführt von den USA, gefolgt von Mexiko und Kanada. Deutschland, England, Brasilien, Argentinien, Kolumbien, Spanien und Italien gehörten ebenfalls zu den Top Ten. FIFA-Präsident Gianni Infantino lobte die Zahlen als Beweis für den globalen Reiz des Fußballs, nannte das Ereignis ‘das größte, inklusivste und aufregendste, das je gesehen wurde’.
Wie FIFA mitteilte, wurden bereits mehr als 5 Millionen der insgesamt etwa 7 Millionen verfügbaren Tickets verkauft. Neue Ticketchargen werden bis zum Finale am 19. Juli in regelmäßigen Abständen freigegeben. Die 2026er Ausgabe wird 48 Nationen umfassen, die in 104 Spielen gegeneinander antreten, 78 davon in den USA.
Dynamische Preise und Übertragungsrechte unter Beobachtung
FIFA verteidigte ihre Preiskalkulation als Folge der ‘außergewöhnlichen’ Nachfrage. Dabei wird ein dynamisches Preismodell verwendet, bei dem die Ticketkosten je nach Spielbeliebtheit variieren. Diese Politik steht nun unter Beobachtung, da Kritiker argumentieren, sie nutze die Begeisterung der Fans aus und verursacht Verwirrung bezüglich Sitzplatzorten und Kosten.
Zwischenzeitlich kündigte Indiens Zee Entertainment an, mit FIFA Gespräche über die Übertragung des World Cups 2026 zu führen, berichtete Al Jazeera. Dies geschieht, während die Joint Venture-Unternehmen Reliance-Disney bei Verhandlungen über die Rechte mit FIFA festgefahren sind. Frühere Berichte gaben bekannt, dass FIFA 100 Millionen Dollar für Übertragungsrechte für die Turniere 2026 und 2030 in Indien verlangt hatte, später jedoch auf etwa 60 Millionen Dollar aushandelte, was deutlich über dem 20 Millionen Dollar Angebot von Reliance-Disney liegt. Sony führte ebenfalls Gespräche, entschied sich jedoch nicht, einen Zuschlag abzugeben. Zees Schritt ist Teil ihres Unite8 Sports-Programms, um ihr Sportportfolio in Indien zu erweitern. Der World Cup 2022 erreichte dort 2,9 Prozent der globalen Lineartv-Zuschauer, mit über 745 Millionen Fans, die das Event auf allen Plattformen verfolgten.
World-Cup-Tickets immer noch umstritten
Der World Cup 2026 wird der größte in der Geschichte sein, mit Spielen in den USA, Mexiko und Kanada. Der Ticketverkauf hat internationale Aufmerksamkeit erregt, da Fans Verwirrung und Frustration über Preise und Zugang berichten. FIFA hat sich zu den laufenden US-Ermittlungen nicht geäußert, betonte aber den globalen Reiz des Events und die Notwendigkeit eines Preismodells, das die Nachfrage widerspiegelt. Mit dem Turnier nur Wochen vor dem Start am 11. Juni bleibt die Kontroverse um Ticketverkäufe und Übertragungsrechte ein Debattethema.
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