Frankfurter Turnierspieler äußern wachsende Sorgen bezüglich der Preisgeldverteilung. Einige der wichtigsten Namen im Tennis fordern eine Neubewertung der Einnahmenaufteilung. Dazu gehören Aryna Sabalenka und Jannik Sinner, die gemeinsam mit mehreren anderen Top-10-Spielern „tiefe Enttäuschung“ über die Verteilung der Gelder geäußert haben. Die Spieler fordern zudem bessere Vertretung, Gesundheitsleistungen und Rentenstruktur über die vier Grand-Slam-Turniere: Australien, Frankreich, Wimbledon und die US-Open.

Spieleranteil an Einnahmen sinkt

Die Veranstalter von Roland Garros kündigten eine Preiserhöhung von 10 Prozent für 2026 an, was den Gesamtbetrag auf 61,7 Millionen Euro (72,1 Millionen Dollar) steigen ließ, ein Anstieg um 5,3 Millionen Euro gegenüber 2025. Dennoch argumentieren die Spieler, dass ihr Anteil an den Gesamteinnahmen des Turniers von 15,5 Prozent im Jahr 2024 auf geschätzte 14,9 Prozent im Jahr 2026 gesunken sei. Obwohl das Turnier 2025 mit 395 Millionen Euro um 14 Prozent mehr einbrachte als im Vorjahr, stiegen die Preisgelder nur um 5,4 Prozent, was den Spieleranteil weiter auf 14,3 Prozent reduzierte.

Die französische Tennisföderation (FFT) hat sich verpflichtet, ein offenes Gespräch mit den Spielern und deren Repräsentanten zu führen und hat ein Treffen vereinbart, um diese Bedenken zu besprechen. „Die FFT ist bereit, direkte und konstruktive Diskussionen zu Governance-Themen zu führen, mit dem Ziel, den Spielern eine größere Rolle bei Entscheidungen zu geben, ihren sozialen Schutz zu verbessern und die Verteilung der Werte weiterzuentwickeln“, teilte die FFT in einer kürzlichen Mitteilung mit.

Medienproteste und Kommunikationsbeschränkungen

Als Reaktion auf diese Bedenken haben die Spieler angekündigt, während des Turniers 2026 zu protestieren. Laut Berichten von The Athletic werden sie nach 15 Minuten nicht mehr an Pressekonferenzen teilnehmen und Interviews mit den Medienpartnern von Roland Garros wie TNT Sports und Eurosport ablehnen. Obwohl ein vollständiger Boykott ausgeschlossen wurde, wird dies die Medien daran hindern, während des Turniers Zugang zu wichtigen Spielern zu erhalten.

„Wir bedauern die Entscheidung der Spieler, die alle Beteiligten betreffen: die Medien, Fernsehsender, die FFT und die gesamte Tenniswelt“, teilte die FFT in einer Erklärung mit. „Die FFT erkennt die Bedeutung des Beitrags der Spieler zum Erfolg des Turniers an und möchte enge Verbindungen zu ihnen aufrechterhalten. Wir sind offen für direkte und konstruktive Gespräche zu Governance-Themen.“

Ungesetzte Spieler und Turnierprognose

Trotz der anhaltenden Streitigkeiten rückt auch die Möglichkeit von Überraschungskandidaten im Frankfurter Turnier 2026 in den Vordergrund; die Teilnehmer im Einzel der Frauen sind besonders offen, wobei mehrere ungesetzte Spieler eine Bedrokung für die Favoriten darstellen. Dazu gehört Zheng, die Olympiasiegerin von 2024, die nach einer Ellenbogen-OP im Jahr 2025 ihren Rang wieder aufbauen will. Zheng hat eine starke Bilanz auf Roland Garros, darunter das Viertelfinale 2025, und hat bereits frühere Weltranglistenerste Iga Swiatek besiegt.

Weitere hervorragende ungesetzte Spieler sind Bartunkova, die bei den Australian Open und in Rom vielversprechende Leistungen gezeigt hat, und Eala, eine philippinische Spielerin, die sich mit Siegen gegen Top-10-Spieler einen Namen gemacht hat. Diese Spieler zeigen die unvorhersehbare Natur des Turniers, bei dem ungesetzte Konkurrenten erhebliche Herausforderungen für die Favoriten darstellen können.