Der FTSE 100-Index in London erreichte am Donnerstag einen neuen Höchststand und schloss bei 10.686,18 Punkten, nachdem er um 1,2 % gestiegen war. Der Aufschwung markierte den zweiten Tag in Folge mit Rekordhöchstständen und wurde durch neue Daten getrieben, die eine Abkühlung der Inflation auf das niedrigste Niveau in fast einem Jahr zeigen.

Investoren stürzten sich auf britische Aktien, in der Hoffnung, dass die Bank of England die Zinsen bereits im März senken wird, but Ein schwächerer britischer Pfund fügte noch mehr Schwung hinzu, indem es britische Unternehmen für ausländische Käufer attraktiver machte. Bergbauunternehmen dominierten die Kursliste. Antofagasta und Anglo American stiegen aufgrund steigender Kupferpreise deutlich an; Glencore sprang um 4,4 % nach oben, nachdem ein Dividendenauszahlung für Aktionäre angekündigt wurde.

Commodity-Aktien ignorierten die allgemeinen Marktsorgen um künstliche Intelligenz; Sektoren wie Energie und Metalle verzeichneten herausragende Renditen, da britische Bewertungen im Vergleich zu US-Gegenstücken als günstig gelten, sagte Analyst Axel Rudolph von IG. Er wies auf starke Gewinnberichte und die Erwartung einer lockeren Geldpolitik als Schlüsselstützen hin.

Der Index erholte sich von Verlusten, die zuvor durch eine Kursverlustphase im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz verursacht wurden — Die abnehmende Inflation in Kombination mit einem Anstieg der Metallpreise stärkte das Vertrauen der Investoren. Händler blicken nun auf die Marke von 11.000 Punkten. Beamte der Bank of England haben Fortschritte bei der Preisstabilität signalisiert, betonen jedoch, dass alle Zinsschritte von den Daten abhängig sein werden.

Die breiteren europäischen Märkte schlossen sich an. Der Londoner Leitindex übertraf die Konkurrenz, während sich die Sektoren von techlastigen US-Indizes abkoppelten. Kupfer-Futures erreichten mehrmonatige Höchststände aufgrund der Nachfrage aus grünen Energieprojekten und Lieferengpässen in Schlüsselbergbauregionen. Antofagasta, das in Chile tätig ist, profitierte direkt von der Kurssteigerung des Metalls.

Anglo American gewann an Boden, da Investoren auf seine diversifizierte Portfoliostruktur setzten, einschließlich Platin und Eisenerz. Die Dividendenausschüttung von Glencore machte den Deal für Aktionäre attraktiver und drückte die Aktien auf Sitzhöchststände. Der FTSE 250-Mittelkapitalindex stieg ebenfalls an, wenn auch nur um 0,8 %.

Britische Aktien zogen frisches Kapital an, während die Bewertungen auf Wall Street sich verlängerten. Der Abfall des britischen Pfunds gegenüber dem Dollar – um 0,5 % am Tag – steigerte die Gewinne von Exporteuren. Offizielle Zahlen zeigten, dass die Verbraucherpreise im Jahr bis Januar nur um 1,9 % stiegen, was unter den Erwartungen und dem Ziel der Zentralbank von 2 % lag.

Die Chancen auf eine Zinssenkung liegen nun über 70 % für März, gemäß Futures-Märkten. Politiker treffen sich nächste Woche, doch die Signale deuten auf Geduld hin, es sei denn, die Daten verschlechtern sich. Der Aufschwung der Bergbauaktien spiegelt die globale Stärke der Rohstoffe wider, wobei Londoner Unternehmen überproportionale Gewinne gegenüber Konkurrenten in anderen Regionen erzielen.

Der FTSE 100 überschritt erstmals die 10.000-Punkte-Marke im Februar 2024. Der heutige Schlusskurs verlängert einen Aufwärtstrend, der mit der Optimismus über Wahlen und Unternehmensresilienz begann. Analysten warnen vor Risiken durch Änderungen der US-Politik bei einer möglichen Rückkehr von Trump, doch für den Moment hält sich die Dynamik.