WASHINGTON – In ihren neuesten Meeting-Minuten haben Fed-Beamte bestätigt, dass der New Yorker Fed-Präsident im USD/JPY-Markt eine Wechselkursprüfung durchgeführt hat, als fiskaler Agent des US-Treasury — Das Vorgehen, detailliert in den Minuten des Federal Open Market Committee (FOMC) vom 28. bis 29. Januar beschrieben, unterstreicht eine ungewöhnliche Aufmerksamkeit gegenüber der Schwäche des Yen, während der Dollar-Aufschwung abnimmt.

Die am späten Mittwoch veröffentlichten Minuten zeigen, wie mehrere FOMC-Teilnehmer eine ausgewogene Beschreibung zukünftiger Zinsoptionen bevorzugten. Diese Haltung erkennt die Möglichkeit von Zinserhöhungen an, falls die Inflation weiterhin hoch bleibt. Die Beamten stellten fest, dass die Risiken für die Beschäftigung abgenommen haben. Die wirtschaftliche Aktivität bleibt stabil. Die Inflation zeigt Anzeichen einer Abschwächung, was Analysten von ING dafür halten könnte, dass im Verlauf dieses Jahres zwei Zinssenkungen möglich sind.

Der Fokus liegt nun klar auf bevorstehenden Inflationsdaten, sagten ING-Ökonomen. Diese Werte müssen sinken, um den Markt zu unterstützen, der zwei Zinssenkungen der Fed im Jahr 2024 erwartet. Das Unternehmen rechnet damit.

Die Enthüllung zu USD/JPY zog sofort Aufmerksamkeit auf sich. Sie bestätigt, dass eine Wechselkursprüfung um 17 Uhr Londoner Zeit am Freitag, den 23. Januar stattfand, als das Paar bei etwa 157 gehandelt wurde. Solche Schritte sind in den Devisenmärkten extrem selten. Sie deuten auf eine aktiveren Haltung der Regierung in Washington bei Währungsfragen hin.

Beamte und Händler sehen die Prüfung als bewusstes Signal. Sowohl Washington als auch Tokio möchten verhindern, dass USD/JPY die 160-Marke durchbricht und dort hält. Mit der bevorstehenden Zinssenkung der Fed und der Zinserhöhung der Bank of Japan betrachten Asset-Manager nun Verkauchschancen im Bereich von 156 bis 158, sagte ING.

Der Dollar-Index, oder DXY, gewann etwas an Boden, nachdem die Minuten veröffentlicht wurden. Analysten zweifeln jedoch an der Nachhaltigkeit des Aufschwungs. Am Donnerstag kommen die Daten zur ersten Arbeitslosenversicherungsleistungen und zum Handelsbilanzstand von Dezember. Präsident Donald Trump betonte in sozialen Medien am Mittwochabend, dass sich das US-Handelsdefizit im letzten Jahr um 78 Prozent verringert habe. Er prognostizierte Überschüsse.

Ein kleinerer als erwarteter Handelsdefizit im Dezember könnte die Erwartungen an starke Wachstumsraten im vierten Quartal stärken, die am Freitag veröffentlicht werden. Das könnte dem Dollar kurzfristig Unterstützung geben. Dennoch bleibt die allgemeine Stimmung auf den Verkauf des Dollars ausgerichtet.

Der tägliche FX-Bericht von ING behandelt auch andere Währungen. Der Euro zeigt das Potenzial, gegenüber dem Dollar besser abzuschneiden. Der Schweizer Franken bleibt weiterhin stark. In Zentral- und Osteuropa deuten polnische Daten auf stabiles Wachstum und eine lockere Arbeitsmarktsituation hin.

Händler werden die US-Daten am Donnerstag genau analysieren. Die Arbeitslosenversicherungsleistungen geben einen Überblick über die Gesundheit des Arbeitsmarktes. Der Handelsbericht könnte die Ansichten über das Wachstum beeinflussen. Der DXY könnte den Wert von 98,00 testen. Dennoch bleibt die allgemeine Stimmung auf den Dollar skeptisch, mit den Zinssenkungserwartungen der Fed.