Gautam Singhania, Chef des Raymond Group, erlitt Verletzungen, zwei indische Staatsbürger sind nach einem Bootsunfall im Malediven-Seegebiet verschwunden. Der Vorfall ereignete sich am frühen Freitagmorgen in der Nähe des Vaavu-Atolls, berichteten lokale Medien.

Details des Vorfalls

Laut dem Nachrichtenportal Edition.mv befand sich an Bord des Bootes zu dem Zeitpunkt des Unfalls sieben Personen, darunter zwei Frauen – eine britische und eine russische Staatsbürgerin – sowie fünf indische Männer. Die Polizei bestätigte, dass fünf Personen ins Wasser fielen, als das Boot kenterte, darunter die russische Frau und vier indische Männer. Singhania, 60 Jahre alt, war unter den Insassen und wurde gerettet. Er erlitt leichte Verletzungen, berichtete das Adhadhu-Nachrichtenportal, das Polizeiquellen zitierte.

Singhania wurde nach Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen und ist seitdem nach Mumbai zurückgekehrt, wo er unter medizinischer Betreuung genesen. Sein Team bestätigte, dass er sich gut erholt und aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Der Zustand des Geschäftsführers der Raymond Group hat sich deutlich verbessert, und eine vollständige Genesung wird erwartet.

Suche nach den Vermissten

Die Maledivische Küstenwache führt derzeit Suchmaßnahmen für die beiden Vermissten durch. Das betroffene Boot war ein Cigarette-Rennboot, bekannt für seine hohe Geschwindigkeit. Der Vorfall ereignete sich etwa zwei Seemeilen südwestlich von Keyodhoo, berichtete die Maledivische Nationalen Verteidigungsstreitkräfte (MNDF).

Das Maledivische Küstenwachbataillon der Male Area Command führt die Suchaktion. Die Behörden haben die Identitäten der Vermissten noch nicht bestätigt, aber die Polizei gab bekannt, dass beide indische Staatsbürger sind. Such- und Rettungsteams nutzen Boote und Drohnen, um das Gebiet abzusuchen, das für seine schwierigen Wasserbedingungen und starke Strömungen bekannt ist.

Das Adhadhu-Nachrichtenportal zitierte Quellen, die nahe dem Vorfall standen, und berichtete, dass das Rennboot Teil des Yachts TT Ashena von Singhania war. Das Boot wurde für eine private Tour genutzt, und Singhania war unter den Passagieren. Der Vorfall hat Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Hochgeschwindigkeitsbooten in der Region ausgelöst, insbesondere solcher, die für private Ausflüge genutzt werden.

Vergangene Vorfälle und Sicherheitsbedenken

Dies ist nicht der erste Fall eines Bootsunfalls in den Malediven. 2019 führte ein ähnlicher Vorfall zum Tod eines britischen Touristen und Verletzungen anderer. In den letzten Jahren hat sich die Zahl der privaten Yacht-Touren in den Malediven erhöht, was zu einer intensiveren Prüfung der Sicherheitsvorschriften und Notfallmaßnahmen geführt hat.

Lokale Behörden wurden aufgefordert, strengere Regeln für die Nutzung von Hochgeschwindigkeitsbooten für private Touren zu implementieren. Der Vorfall mit Singhania und den Vermissten hat erneut die Risiken solcher Aktivitäten unterstrichen. Experten schlagen vor, bessere Sicherheitsmaßnahmen, einschließlich obligatorischer Schwimmwesten und Notfallausbildung für Passagiere, um zukünftige Tragödien zu verhindern.

Laut der Maledivischen Nationalen Tourismusbehörde verzeichnete das Land im Jahr 2023 über 1,2 Millionen Touristenbesuche, wobei ein großer Anteil der Besucher private Yacht-Touren bevorzugte. Die Beliebtheit solcher Ausflüge hat sich aufgrund der prächtigen Strände und Luxusresorts der Malediven erhöht, die Risiken bleiben jedoch hoch, insbesondere bei Hochgeschwindigkeitsbooten.

Was als nächstes geschieht

Die Maledivische Küstenwache wird voraussichtlich mit der Suche nach den beiden Vermissten fortfahren. Die MNDF hat keinen konkreten Zeitpunkt für die Suche festgelegt, aber die Behörden haben erklärt, dass die Operation fortgesetzt wird, bis die Personen gefunden oder ihre Leichen geborgen werden.

Das Raymond Group hat keine öffentliche Erklärung zu dem Vorfall abgegeben, aber Singhania’s Team bestätigte seine Genesung und Rückkehr nach Mumbai. Das Unternehmen wird wahrscheinlich seine Sicherheitsvorschriften für zukünftige Yacht-Touren überprüfen, insbesondere solche, die Hochgeschwindigkeitsboote beinhalten.

Lokale Behörden erwägen auch neue Regeln, um die Sicherheit von Touristen und privaten Yacht-Unternehmern zu gewährleisten. Die Maledivische Nationalen Verteidigungsstreitkräfte riefen zu einer erhöhten Zusammenarbeit zwischen privaten Touristikunternehmen und staatlichen Behörden auf, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

Obwohl Singhanias Verletzungen voraussichtlich leicht sind, hat der Vorfall die breitere Frage der Seesicherheit in der Region ins Licht gerückt. Die Malediven, bekannt für ihre schönen Inseln und Luxusresorts, müssen den Tourismus mit dem Bedürfnis nach Schutz der Besucher vor vermeidbaren Unfällen in Einklang bringen.