Das Kreuzfahrtschiff MV Hondius, das von Argentinien über den Atlantik nach Kap Verde unterwegs war, kämpft derzeit mit einem Hantavirus-Ausbruch, der drei Todesfälle verzeichnet, but Laut Berichten könnte das Schiff am Wochenende im Kanarischen Meerankommen anlegen.

Andes-Stamm bestätigt bei Passagieren

Der Andes-Stamm des Hantavirus wurde bei zwei Passagieren bestätigt, die in Südafrika behandelt werden; der südafrikanische Gesundheitsminister bestätigte dies und betonte die Ernsthaftigkeit der Lage; Der Andes-Stamm ist einer von über 20 verschiedenen Hantavirus-Arten, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) identifiziert wurden. Er ist einzigartig, da er, wenn auch selten, zwischen Menschen übertragen werden kann.

Die meisten Hantaviren werden durch Ratten übertragen, meist über getrocknete Harn- und Kotspuren. Der Andes-Stamm war bereits Ende 2018 für einen beachtlichen Ausbruch in Argentinien verantwortlich. Dieser Ausbruch begann mit einer Person, die versehentlich 34 weitere ansteckte und 11 Todesfälle verursachte.

Maßnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs

Experten betonen, dass soziale Distanz und andere Maßnahmen erforderlich sind, um das Virus auf dem Schiff zu eindämmen, ähnlich wie während der Corona-Pandemie. Passagiere sind derzeit in ihre Kabinen eingeschlossen, um die Ausbreitung zu begrenzen. Dazu gehören die Isolation infizierter Personen, häufiges Händewaschen, Kontaktnachverfolgung, Überwachung enger Kontakte und Standard-Infektionskontrollmaßnahmen.

Es ist noch unklar, wie der Ausbruch begann. Ein niederländisches Ehepaar, das an dem Virus starb, war im April vor der Einsteigung auf das Schiff in Südamerika unterwegs. Es ist möglich, dass einer oder beide sich während der Reise infizierten. Zudem besuchte die Kreuzfahrt auch abgelegene Naturschutzgebiete, was die Möglichkeit erhöht, dass ein Passagier während der Reise mit dem Virus in Kontakt kam.

Wie sich Hantavirus verbreitet

Hantavirus wird typischerweise über enge Kontakte mit Rattenkot, Harn oder Speichel übertragen. Dies passiert oft, wenn diese Materialien in die Luft geraten und eingeatmet werden. Der Virus kann auch durch Bisse von infizierten Ratten übertragen werden. Während die meisten Hantaviren über Ratten übertragen werden, ist der Andes-Stamm der einzige, der bekanntermaßen von Mensch zu Mensch übertragen werden kann, wenn auch äußerst selten.

Die Übertragung vom Mensch zum Mensch des Andes-Stamms erfolgt durch sehr enge und langanhaltende Kontakte mit einer infizierten Person. Die WHO beobachtet die Situation eng, wobei sie darauf hinweist, dass der Virus sowohl über menschliche Interaktionen als auch durch mögliche Rattenkontakte auf dem Schiff verbreitet werden könnte.

Weitere genetische Tests des Virus könnten Aufschluss darüber geben, wie er ursprünglich auf das Schiff gelangte. Diese Informationen könnten entscheidend sein, um die Quelle des Ausbruchs zu verstehen und zukünftige Vorfälle zu verhindern.