Das US-Departement fuer Wohnungsbau und Stadtentwicklung (HUD) hat eine umstrittene Regel zur Begrenzung von Mietzuschüssen fuer Familien mit Mischstatus erneut vorgeschlagen. Wenn die Regel umgesetzt wird, wuerden sogenannte ‘Mischstatus’-Haushalte aus HUD-Programmen ausgeschlossen, einschliesslich staatlicher Wohnungen, Section-8-Gutscheinen und Wohnungsbauförderung.
Auswirkungen auf die Berechtigung und den Mietzuschuss
Die vorgeschlagene Regel wuerde fuer Mischstatus-Haushalte die Unterstützung auf 30 Tage begrenzen, bis das HUD die rechtliche Aufenthaltsberechtigung prueft. Aktuelle Regelungen erlauben solchen Familien, Unterstützung basierend auf der Anzahl der legalen Bewohner zu erhalten. Das neue Vorhaben wuerde diesen Zugang jedoch drastisch reduzieren.
Wohnungsminister Scott Turner argumentierte, dass diese Aenderung notwendig sei, um sicherzustellen, dass Unterstützung nur berechtigten Personen gewaehrt werde. In einem aktuellen Gastbeitrag in der Washington Post schrieb Turner, dass das Gesetz verlange, dass Wohnungshilfe nur an qualifizierte Personen vergeben werde, um Familien und Steuerzahler zu schuetzen. Er schaetzte, dass etwa 24.000 Menschen in HUD-Unterstuetzten Wohnungen unter der neuen Regel nicht berechtigt waeren.
Laut einer frueheren Analyse des HUD koennten etwa 25.000 Mischstatus-Haushalte derzeit in HUD-Unterstuetzten Wohnungen leben. Das entspricht weniger als einem Prozent aller Haushalte, die staatliche Mietzuschuesse erhalten.
Erneut vorgeschlagene Regel und neue Pruefverfahren
Der Vorschlag wurde erstmals 2019 unter der Regierung von Präsident Trump eingefuehrt, wurde aber spaeter blockiert. Die neue Version wuerde das aktuelle ‘nicht beantragen’ Angebot eliminieren, Ausnahmen fuer aeltere Teilnehmer beenden und den Vertrauensgrad in Sozialversicherungsnummern und das Bundes-System SAVE fuer die Pruefung erhöhen.
Das SAVE-System, das vom Department of Homeland Security verwaltet wird, wird fuer die Pruefung der Staatsangehoerigkeit bei der Wählerregistrierung und staatlichen Leistungen verwendet. Die Regel wuerde alle Mieter und Bewerber in HUD-Programmen verpflichten, ihre rechtliche Aufenthaltsberechtigung zu bestaetigen, unabhängig vom Alter.
Laut dem Center on Budget and Policy Priorities sind fast 75 Prozent der betroffenen Haushalte in Kalifornien, Texas und New York. In diesen Bundesstaaten koennten Tausende Familien, die derzeit anteilige Mietzuschuesse erhalten, ihre Berechtigung vollstaendig verlieren, wenn die Regel endgültig verabschiedet wird.
Mögliche Auswirkungen und öffentliche Bedenken
Vertreter von Advocacy-Gruppen warnen, dass die Regel die Nachfrage nach Notunterkünften und anderen lokalen Sozialleistungen erhöhen koennte, insbesondere fuer Familien mit Kindern, viele derer US-Bürger sind.
Laut dem Center for Budget and Policy Priorities koennten 80.000 Menschen ihre Wohnungshilfe verlieren, darunter geschätzt 37.000 Kinder, fast alle US-Bürger. Dies koennte zusätzlichen Druck auf bereits überlastete Sozialdienste in Bundesstaaten mit hohen Wohnkosten und langen Wartezeiten fuer Unterstützung ausüben.
Die Regel ist bis zum 21. April fuer öffentliche Kommentare geoeffnet, danach wuerde das HUD entscheiden, ob die Umsetzung vorangetrieben werden soll. Kritiker argumentieren, dass die Regel besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen beeinträchtigen wuerde und die Wohnungsunsicherheit in Gebieten mit begrenzten Ressourcen verschärfen wuerde.
„Diese Politik wuerde tausende Familien in die Obdachlosigkeit oder in tieferen Armut drängen“, sagte ein Vertreter einer Wohnungshilfe-Advocacy-Gruppe in Kalifornien. „Es ist ein Schritt zurück fuer Familien, die bereits Schwierigkeiten haben, ihre Grundbedürfnisse zu decken.“
Als der Vorschlag weiter voranschreitet, bleibt die Debatte über die Berechtigung zur Wohnungshilfe ein Spiegelbild der komplexen Verknüpfung von Einwanderungspolitik und Sozialhilfe in den Vereinigten Staaten.
Comments
No comments yet
Be the first to share your thoughts