Iran erlebt aufgrund des laufenden Kriegs mit den USA und Israel Massenentlassungen, wobei die wirtschaftlichen Auswirkungen in verschiedenen Sektoren immer deutlicher werden. Laut BBC sind weit verbreitete Entlassungen eines der größten Themen, über die sich gewöhnliche Iraner auf sozialen Medien unterhalten. Arbeitgeber und Regierungsbeamte bezeichnen das Phänomen als ‘Arbeitskräfteausgleich’, obwohl die Folgen weitreichend sind.
Auswirkungen auf Beschäftigung und Alltag
Die Auswirkungen des Kriegs reichen über die von Luftangriffen getroffenen Fabriken hinaus und betreffen Hersteller, Händler, Import- und Exportunternehmen sowie sogar den digitalen Sektor. Nutzer sozialer Medien teilen Beobachtungen, die den wirtschaftlichen Rückgang widerspiegeln. Ein Nutzer auf X sagte: ‘Man sieht es an der Leere im Metro.’ Ein anderer bemerkte die zahlreichen Parkplätze in der Nähe von Büros, während ein weiterer die Leere der Hemmat-Autobahn beschrieb und feststellte, dass eine Fahrt, die normalerweise eineinhalb Stunden dauert, nun nur noch eine halbe Stunde benötigt.
Wirtschaftliche Folgen und Internetausfall
Der Krieg hat sich auch negativ auf den Konsum ausgewirkt, wobei viele Menschen auf Grundbedarf reduziert haben und den Bedarf in Sektoren wie Tourismus, Restaurants und nicht-lebensnotwendigen Händlern verringert haben. Laut BBC hat die Entscheidung der iranischen Behörden, seit Beginn des Kriegs einen Internetausfall zu verhängen, den relativ blühenden Tech- und Digitalsektor des Landes getroffen. Offizielle Gründe sind Sicherheit, wobei der Schritt darauf abzielt, Überwachung, Spionage und Cyberangriffe zu verhindern. Der gleiche Schritt wurde jedoch während der Demonstrationen im Frühjahr dieses Jahres unternommen, hauptsächlich, um Demonstranten daran zu hindern, sich zu organisieren und Informationen zu erhalten.
Wirtschaftliche Kosten und Marktausblick
Laut BBC sagte der iranische Minister für Information und Kommunikationstechnologie, Sattar Hashemi, dass jeder Tag des Internetausfalls die Wirtschaft mindestens 50 Billionen Rial (35 Millionen US-Dollar; 28 Millionen Britische Pfund; 32 Millionen Euro) kostet. Laut dieser Rechnung haben die 52 Tage Internetausfall seit Beginn des Kriegs die iranische Wirtschaft mehr als 1,8 Milliarden US-Dollar gekostet. Der Ausfall hat insbesondere weibliche Beschäftigte besonders stark getroffen.
Laut Crypto Briefing betrachten Händler den wirtschaftlichen Schaden als Zeichen eines verlängerten Krieges. Die Chancen auf einen dauerhaften Friedensvertrag bis zum 30. April sind auf einem Tiefpunkt, wobei die Chancen für einen dauerhaften Friedensvertrag zwischen Israel und Iran bis zum 30. April 2026 leicht gestiegen sind, doch der Markt bleibt skeptisch. Die Chancen für einen Waffenstillstand zwischen den USA und Iran bis zum 30. April sind ähnlich niedrig.
Der Terminkurs zeigt, dass Händler erwarten, dass eine Lösung später und nicht früher kommt. Der größte Sprung ist zwischen dem 30. April und dem 30. Juni für den dauerhaften Friedensvertrag zu verzeichnen, wobei die Chancen auf 19 % JA ansteigen. Dieser Spread deutet darauf hin, dass Händler eine diplomatische Durchbrechung in der mittelfristigen Zukunft erwarten, da aktuelle Nachrichten auf wirtschaftlichen Druck und nicht auf diplomatische Fortschritte hindeuten.
Der größte Einzelbewegung in den letzten 24 Stunden war ein 3-Punkte-Rückgang am Markt für den Friedensvertrag bis zum 30. April, verursacht durch Nachrichten über verschärfte wirtschaftliche Not. Das Volumen von USDC beträgt 2.604 Millionen Dollar über die Friedensvertrag-Märkte, wobei nur 422 Millionen Dollar benötigt werden, um die Chancen um fünf Punkte zu verändern, was bedeutet, dass größere Handelsvolumina Preise schnell verändern können.
Allerdings ohne konkrete diplomatische Schritte oder eine Entspannung der Rhetorik spiegeln die Chancen einen Markt wider, der sich nicht von einer kurzfristigen Lösung überzeugt fühlt. Die Massenentlassungen zeigen die wirtschaftliche Belastung des Krieges, und wirtschaftliche Kapitalisierung könnte in zukünftigen Verhandlungen eine Rolle spielen. Für Händler, die eine Kontrarian-Strategie verfolgen, könnte das Kaufen von JA am Friedensvertrag-Markt auf bestimmten Ebenen eine Option sein.
Auf Aussagen von Trump oder Abbas Araghchi achten, die Märkte beeinflussen könnten, wenn sie einen Schwenk zu Verhandlungen oder weiterer Eskalation signalisieren. Die Situation bleibt flüchtig, wobei die wirtschaftlichen und geopolitischen Risiken weiter ansteigen.
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