John Branca. Der Anwalt hinter einigen der wichtigsten geschäftlichen Entscheidungen Michael Jacksons, hat sich lange im Schatten der Popgeschichte bewegt; Mit der Veröffentlichung des Biopics „Michael“ im April 2025 rückte seine Rolle bei der Gestaltung des Erbes des „King of Pop“ in den Vordergrund. Der Film. In dem Miles Teller Branca verkörpert. Betont seine Partnerschaft mit Jackson. Die 1980 begann und zu einem der wegweisendsten Musikgeschäfte aller Zeiten führte: den Kauf des ATV Music-Katalogs für 47,5 Millionen Dollar im Jahr 1985.

Eine Schlüsselpartnerschaft

John Branca traf Michael Jackson 1980, als der Sänger erst 21 Jahre alt war und noch unter der Kontrolle seines Vaters Joseph Jackson stand. Damals hatte Branca, ein New Yorker Musikanwalt, bereits einen Ruf als Rechtsbeistand für Entertainment-Ikonen wie Elvis Presley, die Beach Boys und die Rolling Stones. Ihre Verbindung war unmittelbar. „Er fragte: ‚Kennen wir uns?‘“, erinnerte sich Branca in einem Interview mit der Associated Press. „Es war einer dieser Momente im Leben, in denen man sich so wohl fühlt.“

Die Partnerschaft erwies sich rasch als wegweisend. Branca riet Jackson, sich von der Führung seines Vaters zu lösen und eine unabhängige Karriere zu verfolgen. Innerhalb von drei Jahren spielte er eine zentrale Rolle bei der Produktion des bahnbrechenden Musikvideos „Thriller“, das eine Million Dollar kostete und es erforderte, Jacksons religiöse Einschränkungen als Zeuge Jehovas zu berücksichtigen. Branca sicherte die Finanzierung, indem er eine Hinter-the-Scenes-Serie für MTV und Showtime aushandelte. Diese Maßnahme zahlte sich aus, da das Video zu einer kulturellen Sensation wurde.

Der 47,5-Millionen-Dollar-Katalog-Deal

Der bedeutendste Erfolg Brancas kam 1985 mit dem Erwerb des ATV Music-Katalogs. Dieser umfasste fast alle Kompositionen der Beatles sowie Werke von Little Richard, den Pointer Sisters und Pat Benatar. Der Deal, der damals als finanzielles Risiko galt, verwandelte Jackson von einem Musiker in einen Geschäftsmann. Der Katalog wurde zu einem Milliarden-Dollar-Asset und bildete die Grundlage seines finanziellen Imperiums.

Laut Vanity Fair España belohnte Jackson Branca mit zwei Rolls-Royce-Autos – einem nach dem Erwerb des Beatles-Katalogs und einem weiteren nach dem Kauf des Neverland Ranch. Ihre Beziehung reichte über das geschäftliche hinaus. Jackson nannte Branca in seinem Testament als Testamentarischen Erbengestalter, zusammen mit dem Musikproduzenten John McClain, anstelle seiner Familienmitglieder. Bei Jacksons Tod 2009 hatte der Sänger eine Schuldenlast von über 500 Millionen Dollar, doch der Katalog wurde zu einem entscheidenden Vermögenswert bei der Abwicklung seines Nachlasses.

Ein Erbe im Film und in der Erinnerung

Obwohl Branca lange eine Figur im Hintergrund blieb, bringt das neue Biopic „Michael“ seine Geschichte der Öffentlichkeit in einer persönlicheren und dramatischeren Form näher. Jafaar Jackson, der in der Realität ein Neffe Michael Jacksons ist, verkörpert den jungen Popstar im Film, während Miles Teller Branca spielt. Der Film beschreibt Jacksons frühes Leben in Gary, Indiana, seine Aufstieg mit The Jackson 5 und seine komplizierte Beziehung zu seinem Vater Joseph, gespielt von Colman Domingo.

Brancas persönliche Anekdoten mit Jackson verdeutlichen ihre enge Verbindung. In einem Instagram-Post erzählte Branca, wie Jackson bei seiner ersten Hochzeit als Trauzeuge fungierte und dabei Bubbles, seinen Schimpansen, mitbrachte. In einer weiteren Geschichte besuchte Jackson Branca zu Hause zu einem Geschäftsbesprechung, um schließlich Lieder aus dem Film „Funny Girl“ für Brancas drei Jahre altes Kind zu singen.

Während die Welt weiterhin das Leben und Erbe Michael Jacksons feiert, bleibt Brancas Rolle eine entscheidende Sache in der Erzählung – sowohl im geschäftlichen als auch in der Erinnerung.