Johnson Matthey hat den Verkaufspreis für ihr Katalysator-Geschäft an Honeywell um mehr als ein Viertel gesenkt, teilte das Unternehmen mit. Die Änderung erfolgte nach Verzögerungen bei dem Geschäft, die durch Wettbewerbsuntersuchungen und den Einfluss von US-Zöllen verursacht wurden.
Der FTSE 250-Spezialchemiekonzern kündigte im Mai an, den Verkauf des Geschäftsbereichs, der sich auf Emissionskontrolle und Umwelttechnologien spezialisiert hat, abzuschließen. Regulatorische Hürden und äußere wirtschaftliche Druck zwangen das Unternehmen jedoch, die Verkaufsbedingungen neu zu verhandeln.
Johnson Matthey erklärte, der neue Preis spiegle die Herausforderungen wider, mit denen das Geschäft in den letzten Monaten konfrontiert war. Der Bereich Katalysator-Technologien hatte bereits aufgrund von Lieferkettenstörungen und einem Rückgang der Nachfrage aus dem Automobilsektor eine Leistungseinbuße erlitten.
Honeywell, ein globaler Industrie- und Luftfahrtkonzern, hat sich nicht zu den geänderten Bedingungen geäußert, wird aber voraussichtlich in den nächsten Monaten den Kauf abschließen. Der ursprüngliche Deal hatte einen Wert von etwa 1,2 Milliarden Britischen Pfund, doch der neue Preis wird laut Branchenanalysten deutlich niedriger sein.
Johnson Matthey erklärte, die Preissenkung sei getroffen worden, um sicherzustellen, dass das Geschäft an einen stabilen Eigentümer übertragen wird, der in seine Zukunft investieren kann. Das Unternehmen prüft zudem andere strategische Optionen für seine verbleibenden Vermögenswerte.
Der Katalysator-Technologien-Markt steht in den letzten Jahren unter Druck, aufgrund sich verändernder regulatorischer Anforderungen und gestiegener Konkurrenz durch asiatische Hersteller. Johnson Matthey arbeitet daran, seine Geschäftsaktivitäten zu diversifizieren und sich weniger auf den europäischen Markt zu verlassen.
Der überarbeitete Verkaufspreis wird voraussichtlich in den nächsten Wochen festgelegt, sobald die Genehmigung durch die zuständigen Behörden vorliegt. Honeywell ist für seine starke Präsenz im Umwelttechnologien-Sektor bekannt und wird voraussichtlich das Geschäft in seine bestehenden Operationen integrieren.
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